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Partnerschaft für den Unternehmensmarkt Apple und IBM wollen kooperieren

Stand: 16.07.2014 08:35 Uhr

Apple will über eine Partnerschaft mit IBM stärker ins Geschäft mit Unternehmen vorstoßen. Mehr als 100 neue Apps für iPhone und iPad sollen verschiedene Geschäftsprozesse abbilden, wie die einstigen Rivalen ankündigten. IBM wird zudem speziell auf Apple-Geräte angepasste Cloud-Dienste anbieten sowie seinen Kunden iPhones und iPads verkaufen.

Die Partner nehmen damit eine Bastion des Windows-Riesen Microsoft ins Visier, die dieser gerade mit seinen neuen Surface-Tablets absichern will. Es gehe darum, Apples Smartphones und Tablets fest in die Entscheidungsprozesse einzubinden, sagte IBM-Chefin Ginni Rometty der "New York Times". Dafür sollen spezielle Programme zur Auswertung von Firmendaten mit Anbindung an IBMs Cloud-Dienste entwickelt werden. Sie würden im Herbst mit dem Start des neuen Betriebssystems iOS 8 verfügbar sein.

Apple-CEO Tim Cook

Will mit der neuen Partnerschaft stärker ins Geschäft mit Unternehmen kommen: Apple-Chef Cook.

"Neu definieren, wie Arbeit erledigt wird"

Apple-Chef Tim Cook sprach von einem Meilenstein. IBM kann Apple die Tür in Unternehmen weit aufstoßen: Der Konzern ist ein wichtiger Anbieter von IT-Diensten und Technik-Ausrüster. Damit könnte es für Apple auch ein wichtiger Vertriebskanal werden. Die Partner scheuen keine großen Worte: Sie wollen "neu definieren, wie Arbeit erledigt wird". Dabei soll der Fokus auf mobile Geräte den Wandel prägen. Den Unternehmen wird zudem in Kooperation mit IBM Service für Apple-Geräte rund um die Uhr versprochen.

Vor 30 Jahren erbitterte Feinde

IBM seinerseits verzeichnete zuletzt stagnierende Umsätze und kann neue Impulse gut gebrauchen. Die Partnerschaft ist umso spektakulärer, da Apple einst auf dem Kriegsfuß mit IBM stand. Als Apple ab Mitte der 70er Jahre seine ersten Personal Computer entwickelte, galt das Branchen-Urgestein als übermächtiger Rivale - es war noch nicht absehbar, dass am Ende Microsoft mit Windows die PC-Industrie dominieren würde. Vor 30 Jahren richtete sich Apples legendärer "1984"-Werbespot gegen eine IBM-Diktatur, der junge Gründer Steve Jobs ließ sich mit Stinkefinger unter einem IBM-Logo ablichten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. Juli 2014 um 12:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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L.-Ludwig 16.07.2014 • 14:24 Uhr

IBM muss es schlecht gehen

warum sollten sie sich an einen Hardwarehersteller binden, wenn in Unternehmenssoftware Geräteunabhängigkeit das A-und-O ist. Die Entwickler ächzen doch schon genug unter der Plattformabhängigkeit mobiler Apps mit Doppel- und Dreifachentwicklungen. Geschäftsanwendungen sollten als Web-Frontend-Anwendungen geräte- und plattformunabhängig implementiert werden.