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Milliardendeal in der Software-Branche AOL tritt 800 Patente an Microsoft ab

Stand: 09.04.2012 15:00 Uhr

AOL verkauft einen Großteil seiner Patente an Microsoft: Wie der einstige Internet-Star mitteilte, gehen mehr als 800 Schutzrechte in den Besitz von Microsoft über. Der Softwarekonzern zahlt dafür mehr als eine Milliarde Dollar. Zudem erhält Microsoft eine nicht-exklusive Lizenz für alle verbleibenden Patente.

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AOL, hier die Firmenzentrale in New York, tritt 800 Patente an Microsoft ab.

Damit besitzt AOL nur noch 300 Schutzrechte, erhält aber eine Lizenz zur Verwendung der Microsoft-Patente. Bis Ende 2012 soll der Transfer abgeschlossen sein. Überall auf der Welt bemühen sich Technologiekonzerne darum, ihren Patentbestand aufzustocken. Damit wollen sie sich dauerhaft Lizenzen und Einnahmen sichern.

An der Börse wurde die Nachricht positiv aufgenommen, die AOL-Aktie zog vorbörslich kräftig an. Der Konzern kündigte an, einen bedeutenden Teil der Einnahmen an seine Aktionäre weiterzureichen. AOL kämpft seit Jahren mit schrumpfenden Einnahmen und ist gegenüber Konkurrenten wie Google und Facebook ins Hintertreffen geraten. Zuletzt konzentrierte sich AOL deswegen auf neue Geschäftsbereiche, übernahm beispielsweise die US-Onlinezeitung "Huffington Post" und kaufte das lokale Nachrichtenportal Patch sowie den Technologie-Blog TechCrunch.

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KOMMENTARE

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Hermeggidon 09.04.2012 • 23:02 Uhr

Die Balkenanzeige vom Fortschritt

Wurde seinerzeit nicht patentiert, was der Kollege mit dem Patent wohl haette verdienen koennen? 1 cent pro Anwendung und der waere ein gemachter Mann.