Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur Verfügung gestellte Foto zeigt Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister, während eines Treffens mit US-Finanzminister Steven Mnuchin (r).  | Bildquelle: dpa

Zollstreit mit den USA Altmaier glaubt an baldigen Durchbruch

Stand: 11.07.2019 05:19 Uhr

Bei seinem Besuch in Washington bemüht sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier um Optimismus im Zollstreit mit den USA. Er sagte, er glaube, dass bis Jahresende eine Lösung gefunden werden könne.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bemüht sich im festgefahrenen Handelskonflikt zwischen den USA und der EU um Optimismus. Der CDU-Politiker sagte in einer Rede beim German Marshall Fund in Washington, er halte eine Verständigung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und der EU bis Ende des Jahres für möglich, wenn der politische Wille da sei. Er sei davon überzeugt, dass im Falle einer Lösung mehr deutsche Unternehmen in den USA in neue Produktionskapazitäten investieren würden.

Altmaier betonte die Bedeutung deutscher Autobauer in den USA. Diese haben große Werke in den Vereinigten Staaten und exportieren die dort produzierten Fahrzeuge auch in andere Länder. Am Freitag will der Minister das Mercedes-Werk im US-Bundesstaat Alabama besuchen, um der US-Regierung zu signalisieren, wie wichtig deutsche Investitionen in den Vereinigten Staaten sind.

USA in einer Reihe von Handelskonflikten

US-Präsident Donald Trump hat eine ganze Reihe von Handelskonflikten vom Zaun gebrochen, darunter auch einen mit der EU. Er sieht sein Land in Handelsfragen benachteiligt. Mitte Mai hatte Trump angedrohte Sonderzölle auf Einfuhren von Autos aus der EU - die besonders deutsche Hersteller treffen würden - für ein halbes Jahr ausgesetzt. In dieser Zeit soll über ein Handelsabkommen verhandelt werden.

Der Handelskonflikt mit den USA gehört zu den Gründen, warum sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr abschwächt. Unter den Unternehmen herrscht laut Verbänden eine große Unsicherheit, weswegen weniger investiert wird. Die EU möchte mit den USA eine Vereinbarung schließen, die alle Industriegüter inklusive Automobile beinhaltet. Ziel ist es, Industriezölle auf breiter Front zu senken. Die USA wollen aber auch über Agrarprodukte verhandeln - die EU nicht. Dies liegt vor allem am Widerstand Frankreichs.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Juli 2019 um 02:00 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: