Braunkohle-Tagebau in Grevenbroich | Bildquelle: dpa

Konzernstrategie bis 2040 Allianz steigt aus der Kohle aus

Stand: 04.05.2018 08:58 Uhr

Der Versicherungskonzern Allianz wendet sich von Kohlegeschäften ab. Er will keine Kraftwerke und Minen mehr versichern. Auch Investitionen in Firmen, die ihr Geld mit Kohle verdienen, sollen auslaufen.

Der Versicherungskonzern Allianz hat den Ausstieg aus Geschäften mit dem Abbau und der Stromgewinnung aus Kohle angekündigt. Mit sofortiger Wirkung verzichtet Europas Branchenführer nach eigenen Angaben auf Einzelversicherungen von Kohlekraftwerken und Kohleminen.

Dieser Schritt werde den Konzern einen größeren zweistelligen Millionenbetrag kosten, erklärte Allianz-Chef Oliver Bäte. Unternehmen, die Strom aus verschiedenen Quellen - einschließlich Kohle - erzeugen, sollen aber zunächst weiter versichert werden. Aber in den kommenden zwei Jahrzehnten will die Allianz auch diese Geschäfte auslaufen lassen.

BUND mit Vorschlag zu Kohleausstieg
tagesschau 12:00 Uhr, 04.05.2018, Iris Marx, ARD Berlin

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"Den nächsten Schritt gehen"

Ein zweites Element des Kohleausstiegs betrifft die Investitionen der Allianz in Unternehmen, die ihr Geld zumindest teilweise mit dem fossilen Brennstoff verdienen. Seit Ende 2015 legt die Allianz kein Geld mehr in Firmen an, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit dem Abbau von Kohle oder der Produktion von Kohlestrom verdienen.

Diese Obergrenze will die Allianz bis 2040 auf null senken - und zwar in 5-Prozent-Schritten. Die erste Senkung von derzeit 30 auf dann 25 Prozent soll binnen fünf Jahren erfolgen. "Wir haben uns entschieden, den nächsten Schritt zu gehen", sagte Bäte.

Der Versicherungskonzern begründet sein Vorgehen mit dem Ziel, zur Umsetzung des Zwei-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens beizutragen. "Wir wollen verantwortungsvoller Partner sein, der die Neugestaltung der Wirtschaft unterstützt", sagte Bäte. Daher formulierte er die Vorgabe: "Keine Art von Kohlerisiko bis 2040." Bei der Umsetzung der Ziele will der Konzern mit seinen Kunden angemessene Lösungen suchen.

Allianz-Chef Oliver Bäte | Bildquelle: dpa
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Allianz-Chef Bäte verweist auf die Pariser Klimaschutzziele.

Allianz mit zwei Billionen Euro Kapitalanlagen

Mit insgesamt fast zwei Billionen Euro Kapitalanlagen ist die Allianz einer der weltgrößten Investoren. Umweltinitiativen setzen Versicherungen seit Längerem unter Druck, aus dem Geschäft mit der Kohle auszusteigen. Mit der Kampagne "Unfriend Coal" zielen Greenpeace und andere Umweltorganisationen speziell auf die Versicherungsbranche ab.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. Mai 2018 um 11:00 Uhr.

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