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IAB-Studie zu Jobchancen in Deutschland Bei Akademikern herrscht fast Vollbeschäftigung

Stand: 26.02.2013 15:14 Uhr

Die Jobchancen von Akademikern haben sich nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts weiter verbessert.

Mit einer Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent habe bei Uni-Absolventen im Jahr 2011 nahezu Vollbeschäftigung geherrscht, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. 2006 waren demnach 3,6 Prozent aller Uni-Absolventen arbeitslos gewesen, im Jahr 1997 waren es sogar 4,5 Prozent.

Ähnlich gut seien auch die Chancen am Arbeitsmarkt für Absolventen von Fachhochschulen: Hatte in dieser Gruppe die Arbeitslosenquote im Jahr 2006 noch bei 3,3 Prozent gelegen, sei sie bis zum Jahr 2011 auf 2,5 Prozent gesunken.

Gute Aussichten auf feste Anstellung

Eine Medizinerin mit Mundschutz
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Fast alle Uni-Absolventen finden einen Job, arbeiten aber oft nicht ihrer Ausbildung entsprechend.

Allerdings: Längst nicht alle Akademiker fänden eine Stelle, die zu ihrer Ausbildung passe, räumt das IAB ein. "Im Jahr 2009 war fast jeder dritte Hochschulabsolvent atypisch beschäftigt", berichten die Autoren der Studie, Brigitte Weber und Enzo Weber. Auch würden Akademiker häufiger als etwa Beschäftigte mit einer klassischen Berufsausbildung nur befristet eingestellt. Doch im Laufe ihres Berufslebens erhielten die meisten Akademiker einen festen Job.

Vergleichsweise gering sei auch das Risiko für Männer und Frauen mit abgeschlossener Lehre oder einem Berufsfachschulabschluss, arbeitslos zu werden. Waren von ihnen im Jahr 2006 noch 8,5 Prozent arbeitslos gemeldet, so seien es fünf Jahre später nur noch 5,1 Prozent gewesen, berichtet das IAB.

Weniger Jobs für Geringqualifizierte

Dagegen unterliegen Männer und Frauen ohne berufliche Ausbildung laut der Studie mit einer Quote von 19,6 Prozent einem fast viermal so hohen Risiko, arbeitslos zu werden, wie Beschäftigte mit einer Lehre oder einem Fachschulabschluss. Diese Gruppe leide darunter, dass es für Geringqualifizierte immer weniger geeignete Jobs gebe. So sei die Zahl der gering qualifizierten Beschäftigten von 2006 bis 2010 von 5,7 auf 5,1 Millionen gesunken. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Arbeitslosenquote bei Menschen ohne Berufsabschluss stark gestiegen, in den 1970er-Jahren lag sie nur bei knapp über fünf Prozent.

Das IAB bilanziert daher, Bildung sei "der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit".

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