Airbnb-Logo | Bildquelle: AFP

Trotz Corona-Einschränkungen Airbnb treibt Börsenpläne voran

Stand: 17.11.2020 11:55 Uhr

Die Pandemie macht auch dem Zimmervermittler Airbnb zu schaffen. Trotzdem hat das Unternehmen die Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Der könnte noch in diesem Jahr einen Rekord feiern.

Die Zimmervermittlungsplattform Airbnb kommt mit den Vorbereitungen für den geplanten Börsengang voran. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco hat die Unterlagen für den Börsenantrag offengelegt. Ein Zeitpunkt hierfür steht noch nicht fest. Es handelt sich um eines der meistbeachteten Börsendebüts der vergangenen Jahre.

Auch das Geschäft von Airbnb leidet derzeit stark unter den Folgen der Corona-Pandemie. So hat sich im ersten Dreivierteljahr ein Verlust von 697 Millionen Dollar angehäuft. Der Umsatz brach um fast ein Drittel auf 2,52 Milliarden Dollar ein.

"Möglicherweise nie profitabel"

In seinem Börsenprospekt verweist Airbnb auf das Risiko, dass die Pandemie auch weiterhin die Erlöse drückt. "Wir werden möglicherweise nie in der Lage sein, Profitabilität zu erreichen", heißt es in dem Dokument.

Dennoch plant das Unternehmen weiterhin, dass Airbnb-Aktien noch in diesem Jahr an der New Yorker Technologie-Börse Nasdaq gelistet werden. Erwartet wird, dass der Zimmervermittler rund drei Milliarden Dollar einsammeln könnte - was einer Bewertung des Unternehmens von mehr als 30 Milliarden Dollar entspräche.

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass Airbnb sich neu ausrichten musste. Rund 1900 Stellen musste der Anbieter im Frühjahr streichen, was etwa einem Viertel der Belegschaft entsprach. Investitionen in Programme außerhalb des Kerngeschäfts - etwa die Filmproduktion - legte er auf Eis.

Investoren müssen nachschießen

Ungeachtet der Pandemie und des Einbruchs bei Privat- ebenso wie bei Geschäftsreisen hofft Airbnb langfristig auf gute Geschäfte. "Wir glauben, dass die Grenzen zwischen Reisen und Wohnen verschwimmen, und die weltweite Pandemie hat noch mehr Möglichkeiten entstehen lassen, überall zu wohnen", so das Unternehmen.

Um durch die Krise zu kommen, hatte Airbnb im April eine Kapitalspritze über zwei Milliarden Dollar von mehreren Investoren erhalten. Dabei wurde Airbnb mit insgesamt 18 Milliarden Dollar bewertet.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 17. November 2020 um 06:38 Uhr.

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