Logo Air Berlin | Bildquelle: dpa

Insolvente Fluggesellschaft Lauda und Condor bieten für Air Berlin

Stand: 14.09.2017 10:50 Uhr

Im Bieterrennen um Teile der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin hat sich eine neue Allianz gebildet: Der Unternehmer Lauda will mit der Firma Condor ein Angebot abgeben. Der Flugbetrieb normalisierte sich inzwischen.

Der Unternehmer Niki Lauda will zusammen mit Thomas Cook und dessen Tochter Condor für Teile von Air Berlin bieten. Einem Bericht der österreichischen Tageszeitung "Kurier" zufolge wollen sie Leasingverträge für 38 Maschinen der Air Berlin und ihrer Tochter Niki übernehmen. In einem Radiointerview sagte Lauda, dass er 100 Millionen Euro, bieten wolle.

Die Offerte werde am Freitag beim Insolvenzverwalter abgegeben, kündigte Lauda an. Der Gründer und frühere Besitzer der Niki will 51 Prozent des Konsortiums übernehmen und künftig ausschließlich touristische Ziele anfliegen. Für Fluggäste solle die Condor-Mutter Thomas Cook sorgen.

Air Berlin ist seit Mitte August pleite und kann nur dank eines Staatskredits über 150 Millionen Euro weiterfliegen.

Bieterrennen mit mehreren Interessenten

Interessenten können bis Freitag ein Kaufangebot für den Konzern oder Teile davon einreichen. Die Lufthansa hatte offiziell ihr Interesse an Air Berlin erklärt. Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl will nach eigenen Angaben bis zu eine halbe Milliarde Euro bieten.

Als möglicher Käufer gilt ebenso die Billigairline Easyjet. Insidern zufolge erwägt auch die chinesische Betreiber-Gesellschaft des Flughafens Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, Link Global Logistics, eine Offerte.

Krankschreibungen bei Mitarbeitern von Air Berlin
tagesthemen 22:15 Uhr, 13.09.2017, Philipp Wundersee, WDR

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Nur noch wenige Flugausfälle durch Krankmeldungen

Zu den ungewöhnlich vielen Krankmeldungen von Piloten bei Air-Berlin-Piloten sagte Lauda, diese seien "reines Gift für Air Berlin". Er verstehe nicht, "warum die Piloten einen Konkurs beschleunigen, bevor Air Berlin verkauft ist".

Auch heute fallen mehrere Verbindungen aufgrund der Krankmeldungen aus, im Vergleich zu den beiden vorherigen Tagen waren es bislang aber deutlich weniger Flugausfälle. In Berlin-Tegel mussten vier Verbindungen gestrichen werden, in Düsseldorf und Stuttgart waren es jeweils zwei und in Frankfurt konnte ein Flugzeug nicht starten.

Am Dienstag und Mittwoch waren rund 200 Flüge ausgefallen. Dann gab es die Entwarnung, dass viele Crews an ihre Arbeitsplätze zurückkehrten. Die Beschäftigten fürchten um ihre Einkommen und Arbeitsplätze, wenn Air Berlin wie geplant zerschlagen wird. Vorstandschef Thomas Winkelmann appellierte an die Piloten: "Meldet Euch aus dem Off freiwillig zurück."

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sagte: "Ich kann nur an alle appellieren, Vernunft wieder einkehren zu lassen und die Flüge stattfinden zu lassen." Alles andere würde die Rettung der Airline gefährden, so der CSU-Politiker. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles kritisierte das Verhalten der Piloten als "hochgradig unsolidarisch". Air Berlin sei in einer schwierigen Lage.

Der Mann, der Air Berlin kaufen will - Portrait des Unternehmers Niki Lauda
Christine Auerbach, ARD Wien
14.09.2017 13:17 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. September 2017 um 05:00 Uhr.

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