Vertrocknete Halme stehen auf einem verdorrten Feld. | Bildquelle: dpa

Ernteausfälle Länder dringen auf Soforthilfen

Stand: 31.07.2018 15:46 Uhr

Die Länder befürchten angesichts der Dürre Ernteausfälle in Milliardenhöhe und drängen auf schnelle finanzielle Unterstützung vom Staat. Experten von Bund und Ländern berieten in Berlin über das Ausmaß der Schäden.

Experten von Bund und Ländern haben in Berlin über eine erste Bestandsaufnahme der Dürre-Schäden und über die Forderung der Bauern nach Soforthilfen beraten. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beharrte darauf, etwaige Hilfen des Bundes müssten vom Erntebericht Ende August abhängig gemacht werden. Der Bund könne sich an der Kompensation von Ausfällen nur beteiligen, wenn die Schäden nationale Ausmaße hätten, sagte Klöckner. "Das können wir jetzt noch nicht beurteilen." Nötig seien repräsentative Daten.

Optionen für nachhaltige Landwirtschaft
tagesthemen 22:15 Uhr, 31.07.2018, Oliver Sallet, ARD Berlin

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Hohe Hürden für Bundeshilfen

Für den Ersatz von Schäden durch Naturereignisse seien in erster Linie die Bundesländer zuständig, sagte Klöckner weiter. Für Bundeshilfen sei zudem Voraussetzung, dass die Verluste mindestens 30 Prozent des Mittels der Erträge der vergangenen drei Jahre ausmachten. Erst dann könne der Notstand erklärt werden. Am Mittwoch will sie im Kabinett über die Lage berichten.

Länder fordern Sofortmaßnahmen

Klöckners Ressortkollegen in den betroffenen Bundesländern forderten dagegen rasche Hilfszahlungen. Der Agrarminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, sagte im Deutschlandfunk, Landwirte könnten nicht bis zur Vorlage des Ernteberichts warten. "Ich wünsche mir sehr, dass die Bundesregierung die Entscheidung trifft, dass es hier eine Notsituation gibt."

Auch sein Kollege aus Baden-Württemberg, Peter Hauk, drängte zur Eile. "Das Futter für die Kühe fehlt jetzt, und da muss man im Prinzip jetzt auch Entscheidungen treffen, was zu tun ist", sagte der CDU-Politiker dem SWR. Dieser Linie schloss sich auch SPD-Chefin Andrea Nahles in einem Tweet an: "Die aktuelle Dürre macht vielen Landwirten große Sorgen. Wir müssen daher schnell prüfen, welche Maßnahmen wir sofort ergreifen können."

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, sagte, es müsse der Notstand für Landwirte ausgerufen werden. Die Schäden würden in die Milliardenhöhe gehen. "Deshalb muss die Politik jetzt uns unterstützen.

Über dieses Thema berichtete am 31. Juli 2018 tagesschau24 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 14:00 Uhr.

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