Anreiz zur Verschrottung von Spritfressern US-Senat stimmt für Abwrackprämie

Stand: 19.06.2009 12:46 Uhr

Auch in den USA kann die krisengeschüttelte Autobranche nun auf Impulse durch eine staatliche Abwrackprämie hoffen. Nach dem Repräsentantenhaus verabschiedete nun auch der Senat einen Zuschuss von bis zu 4500 Dollar zum Kauf eines neuen Wagens.

Autowracks auf einem Schrottplatz
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Eine Milliarde Dollar steht für die Abwrackprämie bereit.

Anders als in Europa macht die Regierung für die Gutscheine klimafreundliche Auflagen. Die Modelle müssen Vorgaben beim Spritverbrauch erfüllen. Für das im Volksmund als "Cash for Clunkers" (etwa: Bargeld für Schrottlauben) bezeichnete Programm steht zunächst eine Milliarde Dollar bereit. Ursprünglich waren vier Milliarden Dollar für die Aktion geplant.

Experten zufolge dürften vor allem Massenhersteller wie Toyota, GM oder Ford von der Abwrackprämie profitieren. Insbesondere Senatoren aus Staaten mit Autoindustrie hoffen nun, dass die Prämie Händlern und Herstellern neue Kunden bringt. Nach der Unterzeichnung durch US-Präsident Barack Obama könnten entsprechende Prämien ab Anfang August ausgezahlt werden.

Höhe der Prämie orientiert sich an Verbrauch

Die Regelung sieht vor, dass Käufer eines Neuwagens Zuschüsse von bis zu 4500 Dollar (knapp 3200 Euro) erhalten können. Die Höhe des Bonus richtet sich nach dem Verbrauch. Wenn das neue Auto mit einer Gallone (3,8 Litern) Sprit vier Meilen (umgerechnet 6,4 Kilometer) weiter fährt als das alte, bekommt der Käufer einen Gutschein über 3500 Dollar. Fährt der Neuwagen mit einer Gallone mehr als 10 Meilen (etwa 16 Kilometer) weiter als das verschrottete Fahrzeug, soll der Käufer 4500 Dollar vom Staat erhalten. In den USA wird der Spritverbrauch in "miles per gallon" angegeben und zeigt an, wie weit ein Auto mit einer bestimmten Menge Kraftstoff fährt.

Durch die Aktion sollen nun rund 250.000 Alt-Fahrzeuge durch neuere, spritsparende Modelle ersetzt werden. Die US-Regierung erhofft sich dadurch auch eine Senkung des Ölverbrauchs und der Schadstoffemissionen.

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