Hauptquartier des Telekommunikationsanbieters Telefónica in Madrid | Bildquelle: REUTERS

5G-Frequenzen Telefónica will Versteigerung stoppen

Stand: 05.02.2019 21:28 Uhr

Im Frühjahr sollen die Frequenzen des neuen Mobilfunkstandards 5G versteigert werden, doch den Telekommunikationsanbietern sind die Auflagen zu hoch. Telefónica könnte nun sogar die Auktion vorläufig blockieren.

Die Versteigerung von Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G könnte sich verzögern. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" versucht der Telekommunikationsanbieter Telefónica (O2), per Eilantrag die für Mitte März geplante Auktion zu stoppen.

Telefónica wolle "eine vorläufige Aussetzung des Frequenzvergabeverfahrens" erreichen, sagte der Sprecher des Verwaltungsgerichts Köln, Michael Ott. Er erklärte nicht, wie der Antrag begründet wird. Ein Telefónica-Sprecher wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren.

Widerstand gegen die Auflagen

Laut "FAZ" wehrt sich Telefónica gegen die in den Auktionsbedingungen vorgesehenen Versorgungsauflagen. Mit ihnen will die Bundesregierung dafür sorgen, dass Funklöcher im ländlichen Raum und entlang von Straßen und Eisenbahnen beseitigt werden.

Beim Kölner Verwaltungsgericht laufen mehrere Verfahren zur 5G-Vergabe. Bislang handelte es sich aber nicht um Eilanträge, die die Versteigerung der Frequenzen verzögern könnten. Das könnte bei diesem Antrag anders sein. Wann darüber entschieden wird, ist nicht bekannt.

Der Mobilfunkstandard 5G soll Datengeschwindigkeiten ermöglichen, die mindestens 100 Mal schneller sind als die der aktuellen 4G-Netze. Das ist wichtig für Technologien wie autonomes Fahren oder vernetzte Maschinen. Mehrere Anbieter protestieren gegen die Vergaberegeln der Bundesnetzagentur.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 05. Februar 2019 um 21:00 Uhr.

Darstellung: