Ein Auto, das von einem Baum getroffen wurde, steht am Straßenrand. | Bildquelle: dpa

Sturmtief "Bennet" Baum erschlägt Autofahrer

Stand: 04.03.2019 16:14 Uhr

Durch Sturmböen gab es in NRW ein Todesopfer. Erst am Nachmittag soll sich das Wetter beruhigen. Bei den großen Rosenmontagsumzügen gab es dank der Sicherheitsvorkehrungen bisher keine Zwischenfälle.

Sturmböen ziehen über Deutschland. In Nordrhein-Westfalen gab es ein Todesopfer. Im münsterländischen Ochtrup hat ein umstürzender Baum einen 37 Jahre alten Autofahrer getötet. Der Mann war allein auf einer Landstraße unterwegs, als der Baum umfiel und das Fahrzeug traf.

Auch in Hessen gab es einen Unfall im Zusammenhang mit dem Sturm. Beim Einsturz einer Mauer infolge starker Böen wurde auf einer Baustelle in Lorsch ein 48-jähriger Arbeiter schwer verletzt.

Einschränkungen durch Sturmtief "Bennet"

In der Nacht hatte Sturmtief "Bennet" auch in den Karnevalshochburgen Düsseldorf und Köln Äste von Bäumen abbrechen lassen und Mülltonnen und Baustellenschilder umgeweht. Die Feuerwehr Düsseldorf berichtete von zahlreichen nächtlichen Einsätzen. Bei der Bahn gab es vorübergehend Streckensperrungen im NRW-Regionalverkehr - vor allem wegen umgestürzter Bäume, wie die Bahn mitteilte. Auf der Autobahn 4 bei Kerpen stürzte ein Baum auf die Strecke. Zwei Lastwagen und zwei Autos wurden stark beschädigt, es gab aber keine Verletzten.

Durch Sturm beschädigter Karnevalsverkaufsstand in Düsseldorf, der von der Polizei abgesperrt wurde | Bildquelle: dpa
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Die Verkaufsstände rund um den Rosenmontagsumzug in Düsseldorf wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Starker Wind fegt auch über Berlin und Brandenburg. Der rbb meldet, dass es bei der Berliner S-Bahn wegen umgestürzter Bäume auf mehreren Strecken zu Einschränkungen und Verspätungen kommt.

Am Frankfurter Flughafen hat der Sturm ebenfalls zu Behinderungen geführt. Die Zahl der Landungen pro Stunde wurde am Vormittag vorübergehend von 60 auf 44 Maschinen gesenkt, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung mitteilte. Zeitweise waren wegen des starken Windes gar keine Landungen möglich. Aufgrund der abgesenkten Zahl von Landungen kam es zu Verspätungen, so ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Ausfälle seien ebenfalls möglich. Auch der möglicherweise beeinträchtigte Betrieb an anderen Flughäfen könne sich auf den Flugplan in Frankfurt auswirken.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet erst in einigen Stunden mit einer spürbaren Beruhigung der Wetterlage. "Je weiter man in den Nachmittag geht, desto mehr schwächt sich der Wind ab", so eine Meteorologin.

Zugige Umzüge

Bei den traditionellen Rosenmontagsumzügen führten Regen und Sturm zu Einschränkungen. Die Kölner Jecken mussten wegen der Sturmwarnungen auf Schilder und Fahnen verzichten. Wie in Mainz und Düsseldorf blieben die Pferde der Reitercorps im Stall. In Düsseldorf entschieden sich die Veranstalter zudem aufgrund der Wetterprognosen, den "Zoch" 90 Minuten später als geplant starten zu lassen. Vereinzelt wurden Züge auch abgesagt. So fand in der nordrhein-westfälischen Stadt Bottrop wegen vorhergesagter Orkanböen kein Umzug statt. In Hessen wurden die Züge in Fulda und Seligenstadt gekippt.

Funkenmariechen im Regen, die sich mit Plastikplanen schützen | Bildquelle: dpa
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Nicht nur in Hessen wurden die Narren nass.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. März 2019 um 14:11 Uhr.

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