Mit Bouden Romdhane wird erstmals eine Frau Premierministerin - in Tunesien und in der arabischen Welt. Die 60-Jährige ist politisch unbekannt. Nicht nur deshalb befürchten Kritiker: Der Schritt bleibt Symbolpolitik. Von Dunja Sadaqi.
Mehr als zwei Monate nach seiner Machtübernahme hat der umstrittene tunesische Staatschef Saied eine neue Regierung vereidigt - und sie vorher per Dekret festgelegt. In der Bevölkerung wächst der Widerstand gegen den Präsidenten.
Tunesiens Präsident Saied wird deutlich mehr Machtbefugnisse erhalten. Er werde künftig per Dekret regieren, ließ er verkünden. Im Juli hatte er das Parlament suspendiert und das Land in eine Krise gestürzt.
Für 30 Tage hatte Tunesiens Präsident das Parlament in eine Zwangspause geschickt. Die Regierungsgeschäfte riss er an sich. Nun hat Saied die Frist auf unbestimmte Zeit verlängert. Niemand weiß, wie es weitergeht. Von Dunja Sadaqi.
Ein korrupter Staat, keine Arbeit, wenig Rechte - und dann auch noch die Corona-Pandemie: In Tunesien sind viele Menschen frustriert. Sie wollen nach Europa - um jeden Preis. Von Stefan Schaaf.
Als "Saubermann" gilt Tunesiens Präsident - ein Politiker, der korrupten Zuständen ein Ende bereiten wollte. Jetzt hat Saied das Parlament in eine 30-tägige Auszeit geschickt. Dunja Sadaqi porträtiert den Juristen.
Nach turbulenten Tagen hat sich die Situation in Tunesien offenbar wieder beruhigt. Die Partei des abgesetzten Ministerpräsidenten rief zu einem nationalen Dialog auf. Die EU fordert ein Ende der Blockade des Parlaments.
Nach der Entmachtung des Premiers und anderer Minister bleibt die Lage in Tunesien unübersichtlich. Präsident Saied wies Vorwürfe, er führe einen Staatsstreich durch, weit von sich. Die Ausgangssperre bleibe aber aufrecht erhalten.
Tunesien droht eine seiner schwersten Krisen: Präsident Saied hat zuerst Premierminister Mechichi, dann den Verteidigungsminister und die Justizministerin entlassen. Vor dem Parlament kam es zu Ausschreitungen.
In Tunesien ist die Lage nach der Entmachtung von Ministerpräsident Mechichi angespannt. Sicherheitskräfte umstellten das Parlament in der Hauptstadt Tunis. Von Stefan Ehlert.
Die politische Krise in Tunesien spitzt sich weiter zu: Präsident Saied hat Ministerpräsident Mechichi abgesetzt und das Parlament suspendiert. Die Regierungspartei Ennahda sprach von einem "Staatsstreich".
Schlepper nutzen das Sommerwetter für die Überfahrt nach Europa - dabei sind in letzter Zeit immer wieder Boote gekentert. Nun sind bei einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens erneut viele Migranten gestorben.
Nach einem Schiffsunglück vor der tunesischen Küste werden mindestens 43 Migranten vermisst. 84 Menschen konnten gerettet werden. Sie hatten versucht, von Libyen aus über das Mittelmeer in die EU zu gelangen.
Das beliebte Urlaubsland Tunesien heißt trotz eines Höchststandes an Corona-Toten wieder Touristen willkommen. Vor allem "furchtlose" Reisende aus Russland und Osteuropa lassen viele in der tunesischen Tourismusbranche hoffen. Von Dunja Sadaqi.
Vor der tunesischen Hafenstadt Sfax sind mindestens 41 Flüchtlinge ertrunken. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren sie auf dem Weg nach Europa, als ihr Boot kenterte. Nur drei Menschen konnten gerettet werden.
Tunesien kommt nicht zur Ruhe. Zwischen Präsident Saied und Ministerpräsident Mechichi ist ein Streit wegen einer Kabinettsumbildung entbrannt. Heute kam es zu den größten Massenprotesten seit Jahren.
In Tunesien sind erneut Tausende Demonstrierende gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Ministerpräsident Mechichi sprach von einer "wirklichen Krise".
Seit Tagen gehen in Tunesien vor allem junge Menschen auf die Straße. Sie sind wütend über die schlechte Wirtschaftslage - und verstoßen gegen die corona-bedingte Ausgangssperre. Es kommt immer wieder zu Gewalt.
Zehn Jahre nach dem Sturz von Machthaber Ben Ali ist Tunesien das einzige Land des Arabischen Frühlings, das die Revolution in einen demokratischen Prozess umwandeln konnte. Aber der Weg bleibt steinig und frustrierend. Von Dunja Sadaqi.
Bei einem Bootsunglück vor der tunesischen Küste sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Fünf Menschen konnten gerettet werden, nach 20 weiteren wird Behördenangaben zufolge noch gesucht.
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