Aus dem Inneren einer toten Raupe wächst in Tibet ein Pilz, der als Heil- und Potenzmittel astronomisch hohe Preise erzielt. Viele Familien in der Region leben vom Sammeln, doch das Aufkommen schwindet. Von R. Kirchner.
Im Streit um Tibet berufen sich beide Seiten auf die Geschichte. China sieht das Land seit Jahrhunderten als untrennbaren Teil seines Staatsgebiets. Die Tibeter behaupten dagegen, immer unabhängig gewesen zu sein. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie verzwickt das Verhältnis war und ist.
Drohungen, Misshandlungen, Verhaftungen: Auch 50 Jahre nach der Niederschlagung des Aufstandes in Tibet regiert China mit Gewalt. Nun droht die Radikalisierung der jungen Tibeter. Deshalb wäre ein ehrlicher Dialog zwischen beiden Seiten umso wichtiger, sagte ARD-Korrespondent Jochen Graebert im Gespräch mit tagesschau.de.
Allgegenwärtige Geheimpolizei, Haftstrafen für kleinste Vergehen, eine Jugend, die die eigene Sprache verlernt: Der Brite Jezza Neumann zeichnet in seinem Film "Todesangst in Tibet - Unterwegs in einem geknebelten Land" ein schockierendes Bild.
Das Verhältnis Tibets zu China ist seit Jahrhunderten problematisch. Schon im 13. Jahrhundert erhob China Anspruch auf das benachbarte Gebiet. 1950 schließlich annektierte Peking das Land im Himalaya. Der Dalai Lama - geistiges und weltliches Oberhaupt der Tibeter - floh ins indische Exil.
Die letzten Journalisten sind ausgewiesen worden, Internetseiten aus Tibet wurden gesperrt, Sicherheitskräfte sammeln Handys ein. Und doch muss ARD-Korrespondent Graebert Informationen über die Aufstände der Tibeter beschaffen. tagesschau.de sprach mit ihm über seine fast unlösbare Aufgabe.
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