Im Umgang mit Russland hat Bundespräsident Steinmeier Fehler eingeräumt. Nun ist er nach Finnland gereist und ist dort dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj zum ersten Mal seit Kriegsbeginn offiziell begegnet - per Videoschalte. Von Kristin Becker.
"Wütend und traurig": Bundespräsident Steinmeier fordert nach den mutmaßlichen Kriegsverbrechen in der Ukraine, dass Russlands Führung der Prozess gemacht wird. In Finnland unterstützte er einen NATO-Beitritt.
Jahrzehntelang wahrte Finnland seine Neutralität - seit dem Ukraine-Krieg aber ist eine Mehrheit für einen NATO-Beitritt. Heute ist Bundespräsident Steinmeier zu Besuch - auch, um Unterstützung dafür zu signalisieren.
Seit vierzig Jahren gibt es den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Bei einer Rede anlässlich des Jubiläums hat sich der Bundespräsident für Diskriminierung, Stigmatisierung und Kriminalisierung entschuldigt.
Erstmals hat Bundespräsident Steinmeier Fehler in seiner Russland-Politik eingestanden und eine bittere Bilanz gezogen. "Wir haben an Brücken festgehalten, vor denen unsere Partner uns gewarnt haben", sagte er.
Die Russland-Politik von Ex-Kanzlerin Merkel steht in der Kritik. Nach dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj wirft auch Polens Regierungschef Morawiecki ihr schwere Fehler vor. Nun verteidigte Merkel sich.
Frank-Walter Steinmeier hat über Jahre maßgeblich die Ostpolitik gestaltet, in der Deutschland immer stärker in Russlands Abhängigkeit geriet. Als Bundespräsident sorgte er jetzt für Befremden mit einem Konzert für die Ukraine, bei dem auch russische Musiker eingeladen waren.
Der Bundespräsident müsse sicherstellen, dass er gehört werde, sagte der wiedergewählte Amtsinhaber Steinmeier im "Bericht aus Berlin". Er wünsche sich, dass die Auseinandersetzungen in Deutschland anders geführt würden.
Unter schwierigen Rahmenbedingungen tritt Bundespräsident Steinmeier im März eine zweite Amtszeit an. Um das zu meistern, sollte er so weitermachen, wie in der Rede nach seiner Wiederwahl, meint Thomas Baumann.
Die Bundesversammlung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Er bekam 1045 von 1472 möglichen Stimmen. Nach seiner Wahl warnte Steinmeier vor einer akuten Kriegsgefahr in Europa.
Bundespräsident Steinmeier hat die Bürgerinnen und Bürger nach seiner Wiederwahl zu mehr Zusammenhalt aufgerufen. Er wolle in seinem Amt dabei helfen, Zukunftsangst zu nehmen. Sehen Sie hier die ganze Rede des Bundespräsidenten.
An der Wiederwahl Steinmeiers zum Bundespräsidenten gibt es wenig Zweifel. Doch wer sind die Gegenkandidaten und die Gegenkandidatin - und was erhoffen sich die Parteien von den Nominierungen? Von Lothar Lenz.
Morgen soll Bundespräsident Steinmeier für eine zweite Amtszeit wiedergewählt werden. Seine erste Amtszeit war geprägt von Krisen, Konflikten und Corona. Dabei fand der frühere Parteipolitiker sein Thema. Von V. Wolfskämpf
Der Bundespräsident ist sich sicher, dass die große, oft stille Mehrheit in Deutschland in der Corona-Pandemie solidarisch und verantwortungsvoll handelt. Sie dürfe radikalen Kräften aber nicht das Feld überlassen, betonte Steinmeier.
Vor 80 Jahren besprachen in einer Villa am Wannsee Beamte und Funktionäre des NS-Regimes die Vernichtung der Juden Europas. Anlässlich des Jahrestages erinnerte Bundespräsident Steinmeier an die "Mordmaschinerie des Nationalsozialismus".
Die Union verzichtet auf eine eigene Kandidatin oder einen Kandidaten für Schloss Bellevue - wohl auch mangels Erfolgsaussichten. Offenbar ist ihnen dies aber nicht ganz leicht gefallen. Von Sabine Henkel.
Nach SPD, Grünen und FDP unterstützt auch die Union eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Präsidien von CDU und CSU beschlossen eine entsprechende Empfehlung.
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