Ungeimpfte sollen bald keinen Lohnersatz mehr erhalten, wenn sie in Quarantäne müssen: Befürworter finden das gerecht, Kritiker sehen in dem Beschluss der Gesundheitsminister aber eine "Impfpflicht durch die Hintertür".
Quarantäne - aber keine Kompensation des Verdienstausfalls? Für Ungeimpfte wird das nach dem Willen von Bund und Ländern bald Realität sein. Was gilt bislang und was wird sich nun ändern? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Die Gewerkschaften kritisieren Pläne der Bundesländer, Ungeimpften in Quarantäne keinen Lohnersatz mehr zu zahlen. ver.di befürchtet eine Benachteiligung Ungeimpfter. Der DGB bemängelt, arbeitsrechtliche Konsequenzen würden nicht bedacht.
In den meisten Bundesländern läuft die Schule wieder. Doch die Quarantäneregeln sind nach wie vor sehr unterschiedlich. Das wollen die Gesundheitsminister nun ändern. Die Inzidenz stieg derweil auf 84,3.
Den einen geht es zu weit, den anderen nicht weit genug: Das Auskunftsrecht von Arbeitgebern bei der Abfrage des Impfstatus ihrer Beschäftigten ist umstritten. Der Kompromiss der Koalitionspartner findet weder bei Arbeitgebern noch Gewerkschaften Anklang.
In Kliniken ist es längst selbstverständlich, dass Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen. Dieses Auskunftsrecht will das Kabinett nun ausweiten - auf Bereiche wie Altenpflege und Kinderbetreuung.
Es gilt eine neue Einreiseverordnung. Die viel diskutierte Testpflicht für alle ist nicht enthalten. Änderungen ergeben sich vor allem für Geimpfte und Genesene, die aus Virusvariantengebieten zurückkommen. Von Stefan Keilmann.
Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante soll es striktere Einreiseregeln geben. Doch wann startet die Testpflicht für alle? Noch will sich der Bund nicht festlegen. Zunächst treten neue Regeln für Geimpfte in Kraft. Von Stefan Keilmann.
Leere Regale, volle Mülltonnen: Weil in Teilen Großbritanniens immer mehr Menschen per App-Aufforderung in Quarantäne geschickt werden, herrschen in vielen Branchen chaotische Zustände. Die Corona-Zahlen im Land steigen weiter.
Organisierte Partyreisen nach Mallorca sind beliebt - vor allem bei Teenagern. Und seit sie wieder möglich sind, ist die Inzidenz deutlich angestiegen. Die Behörden bemühen sich nun, den Schaden zu begrenzen. Von Reinhard Spiegelhauer.
Portugal gilt nun als Virusvariantengebiet. Rückkehrer müssen für 14 Tage in Quarantäne - egal, ob geimpft, genesen oder getestet. Was bedeutet das für portugiesische Hoteliers und deutsche Urlauber? Von R. Spiegelhauer.
Mitten in der Pandemie gehen deutsche Fußballklubs für internationale Turniere auf Reisen. Die Pflicht zur Selbstisolation bei der Heimkehr entfällt für ihre Spieler. Möglich macht das ein Passus in den Corona-Verordnungen der Bundesländer. Von Sebastian Ostendorf.
Ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Krise läuft in China der Alltag wieder weitgehend normal, doch die Angst bleibt. Die Behörden fordern deshalb die Menschen auf: Bleibt zum Neujahrsfest zuhause! Von Steffen Wurzel.
Der britische Premierminister Johnson ist wieder in Corona-Quarantäne. Die Isolation kommt ausgerechnet in der Woche mit den wohl entscheidenden Brexit-Gesprächen. Von Thomas Spickhofen.
Die Kultusministerien der Länder sehen trotz der steigenden Corona-Fallzahlen an Schulen "keinen Grund für Panik". Von flächendeckenden Schulschließungen halten sie nichts. Der Lehrerverband hatte Alarm geschlagen.
Die Kultusminister betonen immer wieder, Schulen seien sicher. Doch angesichts von Hunderttausenden Quarantänefällen wachsen der Widerspruch und die Sorge vor einem schleichenden Lockdown. Von Patrick Gensing.
Die Corona-Lage an deutschen Schulen spitzt sich zu: Waren Ende September noch 50.000 Schüler in Quarantäne, seien es jetzt mehr als 300.000. Der Lehrerverband beklagt einen "Salami-Lockdown".
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