Syrische Regierungstruppen haben nach Angaben der Kontrollbehörde OPCW bei einem Angriff im Jahr 2018 Chemiewaffen eingesetzt. Ein Armeehubschrauber habe Chlorgas abgeworfen und zwölf Personen verletzt.
Die Internationale Agentur zum Verbot von Chemiewaffen hat erklärt, dass der russische Oppositionelle Nawalny mit Nowitschok vergiftet wurde. Das bestätigt bisherige Befunde. Die Bundesregierung fordert Konsequenzen.
Im Kalten Krieg habe man sich zumindest noch an Regeln gehalten: Russlands Außenminister Lawrow hat den westlichen Staaten im Fall Skripal vorgeworfen, jeden Anstand verloren zu haben. Sie nutzten Lügen und Desinformation.
Syrien und Russland weisen immer wieder Vorwürfe zum Einsatz von Giftgas durch das syrische Militär zurück und behindern Untersuchungen. Doch die Hinweise und Belege für solche Attacken sind vielfältig. Von Patrick Gensing.
Augenzeugen, Proben und Videoanalysen sind die Basis für die Einschätzung, dass in Sarakeb Chlorgas wohl als Waffe eingesetzt wurde. In einem Bericht dokumentiert die OPCW ihr Vorgehen. Von Patrick Gensing.
Russland hat Aussagen präsentiert, es habe in Duma keinen Giftgaseinsatz gegeben. Medien vermuten, es sei Druck auf Zeugen ausgeübt worden. Auch die OPCW kritisiert das russische Vorgehen. Von Patrick Gensing.
Gift aus den Arsenalen westlicher Armeen in den Proben der Skripals - das behauptete Russlands Außenminister Lawrow. Die OPCW dementierte, das Auswärtige Amt bezog klar Stellung. Von Silvia Stöber.
Zwei Wochen sind bereits seit dem mutmaßlichen Giftgasangriff im syrischen Duma vergangen. Nun durften Chemiewaffenexperten vor Ort Proben nehmen. Diese werden in Labors der OPCW ausgewertet.
Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff dürfen OPCW-Experten noch immer nicht nach Duma. Journalisten konnten hingegen vor Ort Augenzeugen sprechen. Ihre Berichte sind widersprüchlich. Von Patrick Gensing.
Dem UN-Sicherheitsrat ist es nicht gelungen, eine Resolution zum Giftgaseinsatz in Syrien zu verabschieden. Abgelehnt wurden eine Vorlage der USA und zwei Russlands. Unabhängig davon prüfen OPCW-Experten den Vorfall in Syrien.
Experten der OPCW sollen prüfen, ob in Duma Giftgas eingesetzt wurde. Eine neue Untersuchungskommission aber blockierte Russland im UN-Sicherheitsrat. Frankreichs Präsident Macron erwägt eine militärische Reaktion.
Im Fall Skripal hat Russland die Organisation für das Verbot chemischer Waffen eingeschaltet. Moskau hofft, dadurch einen "endgültigen Strich" unter den Streit mit Großbritannien ziehen zu können.
Nowitschok wurde in der Sowjetunion entwickelt. Es sei aber wohl nie in die militärische Produktion gegangen, erklärt der Chemiewaffenexperte Trapp. Daher sei Nowitschok auch nicht der OPCW gemeldet und vernichtet worden. video
Unabhängige Chemiewaffenexperten untersuchen die beim Giftanschlag auf Ex-Spion Skripal verwendete Substanz. Russlands Präsident Putin erklärte nun, die Vorwürfe gegen seine Führung seien "Blödsinn".
Nach dem Angriff im syrischen Chan Scheichun wurde schnell der Vorwurf laut: Giftgas kostete mehr als 80 Menschen das Leben. Nun kommt von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen die Bestätigung: Es wurde Sarin oder eine ähnliche Substanz eingesetzt.
Die Konvention zur Vernichtung aller Chemiewaffen ist ein Erfolg: Nur fünf Staaten sind dem Abkommen noch nicht beigetreten. Die OPCW überwacht die Umsetzung dieses Vertrags. Dafür steht dem Nobelpreisträger nur ein kleines Budget zur Verfügung.
Die Vernichtung von Chemiewaffen zu beaufsichtigen, gehört zu den Aufgaben der Organisation zum Verbot Chemischer Waffen. Sollte Syrien dem internationalen Verbot von Chemiewaffen zustimmen, könnte sie auch dort aktiv werden.
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