Die Präsidentschaftswahl in Libyen wird verschoben. Es sei unmöglich, wie vorgesehen am 24. Dezember abstimmen zu lassen, teilte die Wahlkommission mit. Miriam Staber über die Auswirkungen.
In aller Stille hat Italien die Kooperation mit der libyschen Küstenwache wieder aufgenommen. Dabei geht es nicht nur um die Rettung von Migranten und ihren Verbleib in Libyen. Italien hat das türkische Engagement dort im Blick. Von J. Seisselberg.
Die Wahlkommission in Libyen will den Sohn des einstigen Machthabers Gaddafi nicht bei der Präsidentenwahl im Dezember antreten lassen. Die Kandidatur sei wegen einer Verurteilung von Saif al-Islam abgelehnt worden.
Der libysche General Haftar, Führer einer der beiden größten Milizengruppen, hat seine Kandidatur für die Präsidentenwahl im Dezember bekanntgegeben. Weiterer Bewerber um das Präsidentenamt ist der Sohn des gestürzten Machthabers Gaddafi.
Seif al-Islam, Sohn des früheren libyschen Machthabers Gaddafi, will bei der Präsidentenwahl antreten. Der 49-Jährige wird seit Jahren vom Strafgerichtshof in Den Haag wegen möglicher Kriegsverbrechen gesucht.
Trotz Waffenruhe gibt es in Libyen weiterhin Spannungen. Das liegt nicht zuletzt an der Militärpräsenz ausländischer Mächte. Für Dezember sind Wahlen geplant - die internationale Gemeinschaft will dafür sorgen, dass sie nicht scheitern.
Internationale Finanzhilfe soll das zerrissene Libyen stabilisieren - auch um die Flüchtlingskrise im Land zu bewältigen. Doch gerade Migranten sehen sich massiven Repressalien ausgesetzt und fürchten in Libyen um ihre Existenz. Von D. Hechler.
Nach dem Sturz des Diktators Gaddafi 2011 folgten in Libyen Bürgerkrieg und Chaos. Nun soll ein demokratischer Wandel stattfinden. Auf einer Konferenz in Tripolis wird heute über Stabilisierungsmaßnahmen beraten. Von B. Blaschke.
Er finanzierte Terror, wurde vom Westen hofiert - und starb 2011 auf der Flucht: Gaddafis bizarres Gebaren als Herrscher Libyens polarisiert auch zehn Jahre nach seinem Tod. Nun will sein Sohn wohl an die Macht. Von Daniel Hechler.
Massenverhaftungen, Folter, Vergewaltigungen: In Libyen sind Migranten laut Hilfsorganisationen Willkür und massiver Gewalt ausgesetzt. Auch ein UN-Bericht zeichnet ein schockierendes Bild. Von Jürgen Stryjak.
Sieben Jahre nach dem Abzug aller Diplomaten aus Libyen wegen des Bürgerkriegs gibt es dort wieder eine deutsche Botschaft. Außenminister Maas eröffnete die Vertretung in Tripolis. Von Björn Blaschke.
Laut Monitor-Recherchen werden Flüchtlinge in libyschen Lagern weiterhin misshandelt und ausgebeutet. Seit Jahren verspricht die Bundesregierung, sich für die Verbesserung der Lage einzusetzen - bisher offenbar ohne Erfolg. Von Lara Straatmann.
Mindestens 57 Flüchtlinge sind nach UN-Angaben bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste im Mittelmeer ertrunken. Unter den Opfern sind wohl auch viele Frauen und Kinder. Das Boot soll bei schlechtem Wetter gekentert sein.
Bei seinem Antrittsbesuch in Berlin hat US-Außenminister Blinken Einigkeit mit seinem Amtskollegen Maas demonstriert. Im Streit über die Pipeline Nord Stream 2 soll bald eine Einigung her.
Libyens Übergangsregierung muss rivalisierende Kräfte im Westen und Osten einen. Sie nimmt erstmals an der Konferenz in Berlin teil, bei der es auch um den Abzug ausländischer Kräfte geht. Von J. Stryjak.
Libyen ist zu einem Hotspot des internationalen Söldnerunwesens geworden: Syrische, russische, sudanesische Kämpfer treten für einige Hundert Dollar in einem Stellvertreterkrieg für fremde Machtinteressen ein. Von M. Durm.
Die EU-Grenzschutzagentur Frontex spielt eine entscheidende Rolle bei den Rückführungen von Flüchtlingen nach Libyen. Das geht aus gemeinsamen Recherchen des ARD-Magazins Monitor mit "Lighthouse-Report", dem "Spiegel" und der Zeitung "Libération" hervor.
Zehn Jahre nach der Revolution ist Libyen immer noch in einer prekären Lage: Während einige hoffen, dass die Übergangsregierung das Land zu Wahlen führt, sehen andere den nächsten Bürgerkrieg heraufziehen. Von Jürgen Stryjak.
Es ist ein Hoffnungsschimmer für Libyen, das seit dem Sturz Gaddafis 2011 in Anarchie und Chaos versinkt: Unter UN-Vermittlung haben die Konfliktparteien eine Interimsregierung gewählt. Im Dezember sollen dann landesweite Wahlen stattfinden.
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