Die Europäische Zentralbank reduziert angesichts der gut laufenden Konjunktur ab dem vierten Quartal ihre monatlichen Anleihenkäufe. An der Laufzeit und dem Umfang des Kaufprogramms hält sie aber fest. Auch der Leitzins bleibt unverändert.
Nach dem jüngsten Preisschub erwarten Experten einen weiteren Anstieg der Inflation - auch die EZB. Trotzdem sieht die Zentralbank keinen Handlungsbedarf. Die Zinswende rückt weiter in die Ferne. Von K.-R. Jackisch.
EZB-Chefin Lagarde hat sich seit Amtsantritt auf die Fahnen geschrieben, die Europäische Zentralbank nachhaltiger und grüner auszurichten. Verliert sie dabei die Kernaufgaben aus dem Blick? Von U. Mayer und S. Scheuring.
EZB-Präsidentin Lagarde, ein Jahr im Amt, hält eisern an der lockeren Geldpolitik fest. Doch wegen Corona ist die Zentralbank weiter im Alarmzustand. Werden die Finanzhilfen noch einmal aufgestockt? Von Klaus-Rainer Jackisch.
An der Spitze der EZB beginnt heute die Amtszeit von Christine Lagarde. Gleichzeitig startet die Notenbank ihr hoch umstrittenes, neues Anleihekaufprogramm. Muss die Nachfolgerin von Mario Draghi umsteuern? Von Lothar Gries.
Sie sei keine Ökonomin, lautet einer der Kritikpunkte an der Nominierung der Französin Lagarde als EZB-Chefin. Dafür kann die bisherige IWF-Chefin andere Pluspunkte aufweisen, die sich als wertvoll für die EZB erweisen könnten. Von Silvia Stöber.
Die EU ist trotz aller Krisen eine wichtige Institution, sagt IWF-Chefin Lagarde im tagesschau-Interview. Sie dürfe deshalb auch ihre Muskeln spielen lassen, um internationale Regeln und Normen durchzusetzen.
Deutschlands Handelsüberschuss hält sie für zu hoch, die Investitionen für zu niedrig: Im ARD-Interview begründet IWF-Chefin Lagarde ihre Position - unter Verweis auf Ex-Minister Schäuble und den FC Bayern.
Die Französin Lagarde bleibt, was sie ist: Direktorin des Internationalen Währungsfonds. Der Verwaltungsrat des IWF bestätigte die 60-Jährige in ihrem Amt. Sie war einzige Kandidatin für den Chefposten.
Schlagzeilen hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit seinen Vorschlägen zum Umbau der EU zwar gemacht. Doch neu sind diese Pläne nicht - und keiner davon scheint zurzeit konsensfähig. Entsprechend unterkühlt waren die Reaktionen aus der EU.
Am Donnerstag werden die Staats- und Regierungschefs der Eurozone über die Reform der Währungsunion sprechen. Weder ein von Schäuble geforderter EU-Finanzminister noch schnelle Vertragsänderungen scheinen derzeit konsensfähig - und neu sind solche Pläne zum Umbau der EU auch nicht.
Deutschland strebt zur dauerhaften Lösung der Euro-Schuldenkrise rasche Vertragsänderungen in der EU an: Finanzminister Wolfgang Schäuble will dem EU-Währungskommissar mehr Befugnisse geben. Ferner solle das Europäische Parlament durch ein flexibles Stimmrecht gestärkt werden.
Haushaltsprobleme in den USA, Schuldenkrise in Japan und keine Reform der Finanzmärkte: Auf seiner Jahrestagung in Tokio musste sich der IWF mit zahlreichen Problemen befassen. Doch das beherrschende Thema war wieder einmal die Euro-Krise. Die Alternativen heißen: Wachstum oder Schuldenabbau.
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