Mit deutlichen Worten hat Papst Franziskus am zweiten Tag seines Griechenland-Besuchs den Umgang mit Migranten angeprangert. In Athen betonte er, dass es wichtig sei, auf die Außenseiter der Gesellschaft zu schauen. Von Verena Schälter.
Ob Polen, Griechenland oder die USA: Weltweit schotten sich die Staaten an ihren Grenzen zunehmend ab. Migrationsexperte Knaus spricht von einer massiven Krise der Flüchtlingskonvention - und zeigt einen Weg zur Rettung auf.
Der belarusische Machthaber Lukaschenko hat ein Migrantenlager an der Grenze zu Polen besucht. Begleitet von Kameras versprach er den Menschen Hilfe. Die eigentliche Botschaft dabei ging aber an den Westen. Von M. Wilczynski.
Paris ist im Flüchtlingsstreit mit London zunehmend empört. Johnsons Forderung, Migranten nach Frankreich zurückzuschicken, die über den Ärmelkanal nach Großbritannien gelangen, sei keine Lösung - und die Kommunikation über Twitter "unseriös".
Großbritannien und Frankreich wollen nach dem Kentern des Flüchtlingsbootes im Ärmelkanal härter gegen Schleuser vorgehen. Auch andere Länder, darunter Deutschland, sollen einbezogen werden und die Ermittlungen unterstützen.
Mindestens 27 Flüchtlinge sind bei der Überfahrt über den Ärmelkanal gestorben. Ihr Schiff war gekentert. Frankreichs Staatschef Macron fordert mehr Einsatz gegen Schleuser - und bekommt Vorwürfe aus London.
Nach der Katastrophe von Moria unterstützt die EU den Bau neuer Flüchtlingslager auf griechischen Inseln. Sie sind modern, aber geschlossen und fern der Orte. Kritiker erinnern die Bauten an Gefängnisse. Von Verena Schälter.
Die Zahl der Flüchtlings-Unterkünfte wurde in den vergangenen Jahren heruntergefahren. Jetzt kommen wieder mehr Asylsuchende - doch die Einrichtungen werden wegen Corona nicht voll belegt. Von Thomas Denzel.
Sie wollten der Armut im Irak entkommen oder ihr Kind medizinisch behandeln lassen - aber an der belarusisch-polnischen Grenze war für sie Schluss. Rückkehrer erzählen von ihren Erfahrungen. Von Udo Schmidt.
Die Situation für viele Flüchtlinge und Migranten an der belarusischen Grenze ist nach wie vor offen. Zwar werden einige von ihnen ausgeflogen - doch viele wollen nicht zurück, sondern weiter nach Westeuropa. Von Andrea Beer.
Die irakische Regierung bietet heute den ersten Rückflug für gestrandete Migranten von Minsk nach Erbil und Bagdad an. Doch nach NDR-Informationen wollen die meisten trotz ihrer schwierigen Lage bleiben. Von A. Musawy und L. Gürtler.
An der polnisch-belarusischen Grenze wird die Lage immer angespannter. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Grenzbeamten und Migranten. Derweil wird international um eine Lösung gerungen. Kanzlerin Merkel telefonierte mit Machthaber Lukaschenko.
Für die Flüchtlinge an der EU-Grenze zu Belarus wird die Lage immer verzweifelter. Die Regierung in Minsk will dafür nicht verantwortlich sein. Man versuche, die Menschen zur Rückkehr zu überreden, so Machthaber Lukaschenko. Von A. Beer.
Unter den Flüchtlingen, die an der belarusischen Grenze unter schwierigen Bedingungen festsitzen, sind viele Iraker. Der Irak will sie nun mit einem ersten Sonderflug zurück in ihr Heimatland holen. Von Udo Schmidt.
Rund 15.000 Soldaten hat Polen an der Grenze zu Belarus stationiert, um Migranten am Übertritt zu hindern. Die Regierung in Minsk wertet dies als Bedrohung - und hält ein Manöver mit russischen Fallschirmjägern ab.
Im Flüchtlingsdrama an der Grenze zu Belarus greift nun die irakische Regierung ein. Sie will Flüchtlinge zurückholen und hat nach Informationen des NDR auch diplomatische Konsequenzen gezogen. Von A. Musawy und L. Gürtler.
Weltweit sind 84 Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Folgen des Klimawandels. Das geht aus einem Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks hervor. UN-Kommissar Grandi wirft der internationalen Gemeinschaft Versagen vor.
Das Vorgehen Lukaschenkos richtet sich vor allem gegen Brüssel und Berlin, meint Michael Stempfle. Doch die Regierung darf sich in der Flüchtlingsdebatte nicht erpressbar machen - und muss jetzt aktiv werden.
Sie können nicht vor und nicht zurück: Nach wie vor harren Migranten im Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus aus. Viele von ihnen haben offenbar Verwandte im Westen, die darauf hofften, dass sich hier ein Tor öffne. Von J. Pallokat
Die Rettungsschiffe "Sea Eye 4" und "Ocean Viking" warten im Mittelmeer auf die Zuweisung eines Hafens. Die Besatzungen retteten in den vergangenen Tagen bei zahlreichen Einsätzen insgesamt mehr als 1000 Menschen.
Schleuserkriminalität ist ein neues Phänomen für Polen, das lange abseits der großen Fluchtrouten lag. Nun stoppt die Polizei zunehmend Fahrzeuge mit illegal Einreisenden. Die Fahrer sind oft mit deutschen Papieren ausgestattet. Von Jan Pallokat.
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