Aktuelle Nachrichten - Inland Ausland Wirtschaft Kultur Sport - ARD Tagesschau

Suche in tagesschau.de

Suchbegriff:
Sortierung:
Dokumente:

Suchergebnis

Ihre Suche nach "asien" ergab 498 Treffer. Angezeigt werden die Treffer 471 bis 480.

Video vom 20.01.2005 00:00:29

Bundespräsident Horst Köhler hat die internationale Staatengemeinschaft nach der Flutkatastrophe in Asien zur Zusammenarbeit aufgerufen. "Wir haben mit der Flutkatastrophe in Südostasien begriffen: Wir alle gehören zusammen, wie leben in einer Welt", sagte Köhler bei einem Staatsakt für die vielen Tausend Katastrophen-Opfer im Bundestag. Als Folge des Seebebens sind bisher mehr als 220.000 Menschen ums Leben gekommen. 60 Tote aus Deutschland wurden identifiziert. Knapp 600 Deutsche sind bei der Polizei noch als vermisst gemeldet. An der Gedenkstunde nahmen auch Angehörige der Opfer teil. Rainald Becker berichtet: Schlag 14 Uhr beginnt der Staatsakt, der Bundestag hat sein normales Programm unterbrochen. Der Bundespräsident versucht zu trösten, dankt Helfern und Spendern. Durch die Flutkatastrophe hätten viele Menschen begriffen, dass sie in einer Welt leben und zusammen gehören. Als Symbol für die Vermissten steht ein blumengeschmückter Stuhl. „Wir bangen mit ihnen“, wendet sich der Bundespräsident an die Angehörigen, auch wenn die Hoffnung jeden Tag kleiner wird. Horst Köhler, Bundespräsident: „Viele, die wir jetzt noch vermissen, kehren wohl nicht in ihre Heimat zurück. Von manchen werden wir nicht einmal wissen, wo sie geblieben sind.“ Es gehe jetzt darum, so der Bundespräsident, bei Zuwendung und Mitgefühl nicht nachzulassen. Er forderte mehr internationale Solidarität, schließlich gäbe es überall auf der Welt Not. Horst Köhler, Bundespräsident: „Ich denke, die Zeit ist gekommen, neu über die Zusammenarbeit der Staatengemeinschaft nach zu denken. Und auch über die Hilfe für arme Länder insgesamt. Wann, wenn nicht jetzt, werden wir die Kraft finden unser Handeln auch als Weltinnenpolitik zu verstehen.“ Nach dem Staatsakt spricht der Bundespräsident abseits aller Kameras mit Hinterbliebenen und Notfallseelsorgern. Und Die bezeichnen besonders die Situation in Familien von Vermissten als schwierig. Jörg Kluge, Notfallseelsorger: “Was auch sicherlich hilfreich ist, wenn es eine Gedenkstätte in ein oder mehreren Städten geben würde, an denen dann vielleicht Trauernde hingelangen können, um dort, das was ihnen sonst verwehrt ist, nämlich ein eigenes Grab zu haben , einen eigenen Ort der Trauer, ersatzweise ihnen Helfen kann.“ Auf jeden Fall, das hat der Bundespräsident an diesem Nachmittag im Reichstag versprochen, werde versucht. Das Schicksal möglichst aller Vermissten aufzuklären. | video

Video vom 12.01.2005 00:00:55

Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte in seiner Neujahrsansprache vorgeschlagen, dass deutsche Städte mit den Städten im südasiatischen Katastrophengebiet Partnerschaften schließen könnten. Nachdem Hunderte von Städten und Gemeinden die Idee begeistert aufnahmen, hat die Regierung nun die Koordination der vielen verschiedenen Projekte übernommen. Detlef Schwarzer berichtet: Heute Nachmittag, 15 Uhr: Die Präsidentin des Deutschen Städtetags, Petra Roth, ist in Berlin gelandet - auf dem Weg zum Kanzler. Die Frankfurter Oberbürgermeisterin, noch skeptisch, ob jetzt etwas mehr Struktur in die Frage der Patenschaften kommt. Ihre Stadt zum Beispiel will 200.000 Euro einsetzen, und nun von der Bundesregierung konkret wissen, für welches Projekt. Denn bei früheren Spendenaktionen gab es durchaus Pannen. Petra Roth, CDU, Präsidentin Deutscher Städtetag: „Wir haben auch schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht, so dass die avisierten Summen nicht angekommen sind oder dass die Maßnahmen nicht umgesetzt wurden. Das soll nicht geschehen.“ Dann die Runde beim Kanzler: Mit dabei einige Minister, Ministerpräsidenten der Länder, Vertreter der Kommunen. Demonstrative Einigkeit, egal aus welchem politischen Lager. Der Wille mitzumachen überall groß, nicht nur jetzt, sondern auf lange Zeit. Der Kanzler versicherte, es soll kein Geld in die Regionen gepumpt werden, das womöglich versickert, sondern die Projekte sollen gezielt ausgesucht werden, doch das dauert. Gerhard Schröder, SPD, Bundeskanzler: „Wenn wir das gut machen wollen, dauerhaft machen wollen, die richtigen Projekte anpacken wollen, dann brauchen wir ein wenig Zeit, um diese Projekte definieren zu können und dann den Kommunen, den Menschen, die helfen wollen, zu sagen, da und da lohnt diese Hilfe.“ Und dafür wurden heute die Strukturen festgelegt. Außenminister Fischer wird in den Botschaften der betroffenen Länder Patenschaftsbüros einrichten, die geeignete Projekte aussuchen. In Deutschland wird ein Arbeitsstab des Auswärtigen Amts diese Projekte dann weitervermitteln. Zusätzlich wird die Koordinierungsstelle „Wiederaufbau Asien“ in Bonn beauftragt, die Vermittlung der Hilfsmaßnahmen von Städten und Gemeinden zu übernehmen. Bereits heute gehen dort täglich rund 200 Anrufe von Kommunen, aber auch von Bürgern ein, die helfen wollen. In Zukunft werden ihnen konkrete Projekte zugewiesen. Ulrich Nitschke, Koordinierungsstelle Wiederaufbau Asien: „Da haben wir von Potsdam, von Hannover, von ganz vielen Kommunen tolle Angebote, die sich jetzt gerne in der Krisenregion engagieren wollen. Und nun geht es darum, für die auch gute realisierbare und entwicklungspolitisch vor allem sinnvolle Projekte zu identifizieren und dann zu vermitteln.“ Auch Petra Roth, nach dem Treffen mit dem Kanzler nun beinahe euphorisch, überzeugt, dass die langfristige Hilfe in den Krisenregionen gelingen kann. Petra Roth, CDU, Präsidentin Deutscher Städtetag: „Ein großer Erfolg der Organisation. Jetzt ist etwas drin im Topf, jetzt kann gearbeitet werden. Die Abflüsse der gesammelten Gelder sind damit garantiert.“ Die überraschende Initiative des Kanzlers, die Patenschaften, sie nehmen konkrete Formen an. | video

Video vom 30.12.2004 00:00:26

Unvorstellbares Leid und Zerstörung seien über die Menschen gekommen, sagte Bundespräsident Köhler heute in Berlin. Die Tragödie übersteige jegliche Vorstellungskraft. Köhler forderte, neben der unmittelbaren Hilfe auch langfristige Wiederaufbauprogramme zu planen. Die Zahl der vermissten Deutschen ist inzwischen auf mehr als 1000 gestiegen. Verletzte werden weiter aus dem Katastrophengebiet ausgeflogen. Hans Jessen berichtet. Flughafen Phuket heute Morgen: Bundeswehr-Sanitäter tragen verletzte Touristen zum „MedEvac“. Mit 50 Patienten an Bord ist das Lazarett-Flugzeug inzwischen auf dem Weg nach Deutschland. Nach Mitternacht soll der Airbus in Köln landen. Trauerbeflaggung vor dem Außenministerium: Nach dem Besuch des Krisenstabs berichtet der Staatssekretär von mittlerweile 33 identifizierten toten Deutschen; die Zahl der Vermissten ist über 1000 gestiegen. Nicht einfach sind die Gespräche mit den thailändischen Behörden; sie befürchten Seuchengefahr durch verwesende Leichen. Klaus Scharioth, Krisenstab der Bundesregierung: „Wir haben natürlich Verständnis für die Sorgen der Behörden um die Eindämmung der Seuchengefahr. Aber bei all diesem Verständnis haben wir in unseren Kontakten mit den thailändischen Behörden doch darauf geachtet, dass alles Menschenmögliche getan wird, um die sterblichen Überreste nach Deutschland zu bringen.“ Die Fahne auf Halbmast auch vor dem Präsidialamt: Der Bundespräsident erklärt seine Solidarität mit den Opfern in aller Welt auf sehr persönliche Weise. Horst Köhler, Bundespräsident: „Viele Menschen in Deutschland beten für Sie! Das tue auch ich. Jetzt geht es darum zu helfen. Die Bundesregierung handelt, und sie tut das Richtige.“ Helfen soll auch die Bundesmarine: Das Versorgungsschiff „Berlin“ ist als schwimmendes Lazarett ausgestattet und wird gerade von Afrika in den Indischen Ozean verlegt – so hat es das Verteidigungsministerium in Berlin beschlossen. Und auch das ist Berlin: Am Bahnhof Friedrichstraße – wie an allen großen deutschen Bahnhöfen – sammelt die Deutsche Bahn heute für die Flutopfer. Hier noch einmal die Hotline des Auswärtigen Amtes für Angehörige von Asien-Urlaubern: 030 - 5000 1000 | video

Darstellung: