Gewann bei der WM in Südkorea Silber über 25 Kilometer: Finnia Wunram | Bildquelle: Getty Images

Schwimm-WM Wunram gewinnt Silber

Stand: 19.07.2019 15:44 Uhr

Finnia Wunram hat bei den Weltmeisterschaften in Südkorea die fünfte Medaille für die deutschen Freiwasserschwimmer gewonnen. Auch zwei deutsche Männer überzeugten über 25 Kilometer.

Wunram schlug am Freitag (19.07.2019) über 25 Kilometer im EXPO Ocean Park in Yeosu als Zweite hinter der brasilianischen Titelverteidigerin Ana Marcela Cunha an. Bronze ging an die Französin Lara Grangeon. WM-Debütantin Lea Boy (Würzburg), die tags zuvor mit der Staffel Weltmeisterin geworden war, kam bei Dauerregen und hohen Wellen auf Platz zwölf.

"Ich bin einfach nur froh, dass es durch ist. Dass dabei Silber rausgesprungen ist, ist natürlich umso schöner", sagte Wunram, die 2015 bereits WM-Bronze über fünf Kilometer geholt hatte. "Es gibt noch mal Motivation für die kommende Saison, besser hätte die WM nicht laufen können für mich."

Am letzten Tag der Freiwasserwettbewerbe bei den Titelkämpfen in Südkorea sorgte Wunram damit für die fünfte Medaille für das Freiwasserteam von Bundestrainer Stefan Lurz. "Diese ganze Woche war der Hammer. Es hat einfach Riesenspaß gemacht. Jetzt sollen die Beckenschwimmer Gas geben, und dann passt alles", sagte Lurz.

Zwei Top-Ten-Platzierungen für deutsche Freiwasser-Männer

Andreas Waschburger und Sören Meißner haben die Schwimm-WM für die deutschen Freiwasser-Männer mit Top-Ten-Plätzen abgeschlossen. Der 32 Jahre alte Waschburger beendete das harte und fast fünfstündige Rennen über 25 Kilometer am Freitag nach knapp fünf Stunden als Achter und kam damit einen Platz vor dem drei Jahre jüngeren Meißner ins Ziel.

Gold bei heftigem Regen und starkem Wellengang in Yeosu sicherte sich der Franzose Axel Reymond im Fotofinish. Silber ging an Kirill Beljaew aus Russland, Bronze holte Alessio Occhipinti aus Italien.

Vier deutsche Teilnehmer für Olympia

In Südkorea hatten vor Wunram auch schon Florian Wellbrock über zehn Kilometer und die 4 x 1,25 Kilometer-Staffel Gold geholt, Rob Muffels und Leonie Beck durften sich in zwei weiteren Einzelrennen über Bronze freuen. Die WM-Leistungen machen auch Mut für das ganz große Highlight Olympia im kommenden Jahr.

In Yeosu lösten die Freiwasser-Schwimmer die höchstmögliche Anzahl Tickets für die Olympischen Spiele. Neben Wunram sind Wellbrock, Muffels und Beck dabei. Vier deutsche Teilnehmer beim Ringespektakel im Freiwasser - das gab es bisher noch nie. Bevor es soweit ist, richtet sich der Fokus bei der Schwimm-WM nun auf die Halle. Am Sonntag beginnen in Gwangju die Beckenwettbewerbe.

Wasserballer unterliegen Italien

Die deutschen Wasserballer verpassten bei der Schwimm-WM nur knapp eine Riesenüberraschung gegen Italien, sicherten sich aber den wichtigen zweiten Tabellenrang in ihrer Gruppe. Die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm unterlag dem Olympia-Dritten mit 7:8 (2:1, 2:3, 3:2, 0:2), hat aber nun eine gute Ausgangsposition für das Ausscheidungsspiel um einen Viertelfinalplatz. Dort ist Deutschland am Sonntag (21.07.2019) klarer Favorit gegen Südafrika.

"Das ist heute wahrscheinlich die süßeste Niederlage meiner Karriere", sagte Stamm nach dem starken Auftritt gegen Italien. Durch Tore des mit seinem Bänderriss wieder spielenden Marko Stamm und Dennis Eidner führte das Team im zweiten Viertel 4:2, doch dann fand Italien besser ins Spiel. Deutschland hatte zudem Abschlusspech. Viel fehlte nicht zum ersten Sieg gegen die Italiener seit 2012. Bester Torschütze war Eidner mit drei Treffern.

Punzel Zehnte vom Drei-Meter-Brett

Bei den Wasserspringern hat Tina Punzel im Finale vom Drei-Meter-Brett den zehnten Platz belegt. Die frühere Europameisterin, die schon mit dem Einzug in den Endkampf einen Olympiastartplatz gesichert hatte, kam auf 281,00 Punkte. Im Halbfinale hatte die 23 Jahre alte Dresdnerinb noch als Fünfte überzeugt. Gold ging an die chinesische Titelverteidigerin Shi Tingmao vor ihrer Teamkollegin Wang Han und der Australierin Maddison Keeney.

"Alles in allem bin ich zufrieden. Ein Platz in den Top-Sechs wäre drin gewesen, aber ich war nach dem gestrigen Tag platt", sagte Punzel nach ihrem ersten WM-Finale in der olympischen Einzel-Disziplin. Lou Massenberg verpasste am Freitag als 17. das Turm-Finale. Für den Dresdner Timo Barthel war bereits im Vorkampf Endstation gewesen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Freitag, 19.07.2019, 22:50 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Juli 2019 um 09:00 Uhr.

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