Spielszene mit Antoine Griezmann | imago

Fußball-WM 2022 Frankreich legt Protest ein

Stand: 01.12.2022 00:03 Uhr

Der französische Fußball-Verband wird nach eigener Aussage fristgerecht Protest gegen die Wertung der 0:1-Niederlage im letzten WM-Gruppenspiel gegen Tunesien einlegen.

Sportschau

Grund dafür ist die Tatsache, dass Schiedsrichter Matt Conger den Ausgleich der Franzosen in der achten Minute der Nachspielzeit zunächst gab und das Spiel abpfiff. Das Tor wurde nach Intervention des Video-Assistenten aber wegen einer Abseits-Stellung von Schütze Antoine Griezmann noch aberkannt. Das Spiel wurde kurz fortgesetzt und endete mit 1:0 für Tunesien. 

Frankreichs Trainer Deschamps zweifelt Entscheidung an

Die Aberkennung des Treffers sei "zu Unrecht" erfolgt, teilte der französische Verband am Mittwochabend (30.11.2022) mit. Man arbeite den Protest gerade aus, dieser muss bis 24 Stunden nach dem Spiel eingegangen sein. Frankreichs Trainer Didier Deschamps hatte schon auf der Pressekonferenz nach dem Spiel die Rechtmäßigkeit der Entscheidung angezweifelt. "Ich kenne nicht alle Regeln", hatte er gesagt: "Aber der Schiedsrichter pfeift ab, dann kommt der VAR. Ich wusste nicht, dass das erlaubt ist. Wusstet Ihr, dass das erlaubt ist?"

Frankreich ist trotz der Niederlage Gruppensieger

Auf das Weiterkommen und den weiteren Turnier-Verlauf hätte die Entscheidung keinerlei Einfluss. Frankreich würde auch im Falle einer 0:1-Niederlage Gruppensieger bleiben, Tunesien wäre auch im Falle einer Wertung mit 1:1 ausgeschieden.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Dezember 2022 um 07:54 Uhr.