Yves Lampaert im gelben Trikot nach seinem Sieg bei der 1. Etappe in Kopenhagen | Belga/imago images

Tour de France Lampaert gewinnt das Auftaktzeitfahren

Stand: 01.07.2022 19:12 Uhr

Yves Lampaert hat beim Auftakt der Tour de France das Einzelzeitfahren in Kopenhagen gewonnen und das erste Gelbe Trikot erobert.

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Der 31-Jährige vom Team Quick-Step legte am Freitag (01.07.2022) über 13,2 Kilometer auf dem Stadtkurs im verregneten Kopenhagen in 15:17,72 Minuten die beste Zeit hin und war am Ende knapp fünf Sekunden schneller als sein Landsmann Wout Van Aert (Jumbo-Visma).

Überwältigter Lampaert im Gelben Trikot

Lampaert ist in der Geschichte der Frankreich-Rundfahrt damit der insgesamt 54. Belgier, der ins Gelbe Trikot gefahren ist. "Mein Kopf explodiert. Ich kam mit der Erwartung Top Ten und jetzt habe ich die besten Fahrer der Welt geschlagen. Ich bin doch nur ein Bauernsohn aus Belgien. Ich habe das nicht erwartet", sagte Lampaert nach seinem ersten Sieg bei einer großen Landesrundfahrt, überwältigt von seinen Gefühlen und mit Tränen in den Augen.

Pogacar gewinnt erste Sekunden auf Konkurrenten

Tour-Favorit Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), Sieger der vergangenen zwei Jahre, landete mit sieben Sekunden Rückstand auf Rang drei. Bei tückischen Verhältnissen auf spiegelglattem Asphalt ging Pogacar nicht das allerletzte Risiko ein, dennoch reichte es, um die ersten Sekunden Vorsprung auf seine Konkurrenten um den Gesamtsieg herauszufahren. Sein größter Widersacher Primoz Roglic hat neun Sekunden Rückstand, der Vorjahreszweite Jonas Vingegaard eine Sekunde weniger. Alexander Wlassow, Kapitän des deutschen Teams Bora-hansgrohe, war 24 Sekunden langsamer als Pogacar.

Ein Desaster erlebten der viermalige Tour-Champion Chris Froome mit 1:13 und Frankreichs Liebling Thibaut Pinot mit 1:18 Minuten Rückstand auf Pogacar.

Bester Deutscher war der deutsche Meister Lennard Kämna (Wedel/Bora-hansgrohe) auf Rang 19. "Ich bin anfangs relativ vorsichtig gefahren und habe bestimmt etwas liegen gelassen, kann aber zufrieden sein", sagte Bora-Profi Kämna, der 25 Sekunden Rückstand auf Lampaert hatte.

Unterm Strich waren die deutschen Profis vor allem froh, in der Wasserschlacht von Kopenhagen von Stürzen verschont geblieben zu sein, einzig Jonas Rutsch erwischte es.

Insgesamt zufrieden sein durfte auch Kämnas Teamkollege Max Schachmann, der im Blindflug auf Rang 27 kam. "Ich hätte nicht ohne Visier fahren dürfen, das war nicht klug", sagte der Berliner: "Es ist nichts gewonnen, aber auch nichts verloren."

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 01. Juli 2022 um 19:43 Uhr.