Mads Pedersen | Christian Hartmann / Reuters

Tour de France Däne Pedersen gewinnt 13. Etappe

Stand: 15.07.2022 17:34 Uhr

Der Däne Mads Pedersen hat die 13. Etappe der Tour de France 2022 für sich entschieden. Im Sprint schlug der Trek-Segafredo-Fahrer am Freitag (15.07.2022) Hugo Houle aus Kanada und den Briten Fred Wright. Im Gelben Trikot des Spitzenreiters bleibt Pedersens Landsmann Jonas Vingegaard, sein ärgster Kontrahent Tadej Pogacar rangiert weiter auf Rang zwei.

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"Es ist unglaublich, endlich diesen Sieg zu haben. Das hat viel Energie und viele Versuche gekostet, aber jetzt hat es geklappt", sagte er triumphierend. "Fahrer wie ich haben bei so einer Tour wenige Möglichkeiten, ich musste die Chance ergreifen." Und er fügte hinzu: "Ich bin noch nicht zufrieden, ich will mehr."

Gruppe setzt sich früh ab

Eine Gruppe aus sechs Fahrern hatte sich auf der 192,6 km langen Strecke von Bourg d'Oisans nach St. Étienne frühzeitig vom Hauptfeld abgesetzt - mehr als etwa zweieinhalb Minuten Vorsprung fuhr das Sextett jedoch nicht heraus. Doch das Tempo blieb hoch.

Das Peloton probierte bis etwa 15 km vor dem Ziel den Zusammenschluss, dann brachen die Sprinterteams den Versuch ab, ihre Topfahrer in gute Positionen zu bringen.

Pedersen setzt den ersten Angriff

Pedersen setzte gut zehn Kilometer vor dem Ziel den ersten Angriff und halbierte die Ausreißergruppe. Doch Houle und Wright setzten nach. Später wollte sich zuerst Houle absetzen, dann lancierte Wright einen Angriff. Immer blieben die beiden Kontrahenten in der kleinen Gruppe hellwach. Der Zielsprint brachte die Entscheidung, Pedersen war nicht zu schlagen.

Pedersen wurde zudem zum kämpferischsten Fahrer des Tages gewählt.

Geschke stellt neue deutsche Bestmarke auf

Simon Geschke im Trikot des besten Bergfahrers verzichtete auf Attacken und weitere Punkte und hielt sich nach den anstrengenden Tagen im Hochgebirge im Feld auf. Mit 43 Punkten steht der Berliner noch immer an der Spitze der Bergwertung, der Südafrikaner Louis Meintjes ist vier Zähler zurück Zweiter. In Saint-Étienne erhielt der 36-Jährige das berühmte weiße Trikot mit den roten Punkten zum fünften Mal und stellte damit eine deutsche Bestmarke auf.

Bisher war Marcel Wüst der Radprofi, der das Bergtrikot bei der Tour aus deutscher Sicht am häufigsten getragen hat. Vier Etappen lang trug der Sprinter aus Köln das Trikot bei der Tour 2000. Geschke hat gute Chancen, die Führung in der Wertung bis zum zweiten Ruhetag am Montag erfolgreich zu verteidigen. Die Etappen am Wochenende führen durch das Zentralmassiv und sollten dem Cofidis-Profi vom Profil her liegen.

Geschke hofft auf gute Form in den Pyrenäen

"Ich wusste das nicht mit dem deutschen Rekord. Das ist schön, aber ich hoffe vielmehr, dass ich das Trikot mit in den Ruhetag nehmen kann. Und dann kommen die richtig schweren Etappen", sagte Geschke. Auch die nach den Alpen vermeintlich leichte Etappe hatte es durch Temperaturen von über 35 Grad in sich. "Es war ziemlich schwer durch die Hitze", sagte Geschke. "Ich erhole mich Tag für Tag und probiere, so viele Kräfte wie möglich zu sammeln für die Pyrenäen." Nach dem Ruhetag am Montag muss das Peloton am Dienstag wieder in die Berge.

14. Etappenziel: Mende

Das 14. Teilstück führt das Peloton am Samstag über 192,5 km von St. Étienne nach Mende. Zu absolvieren sind dann vier Anstiege der dritten Kategorie, das Ziel liegt auf 1.000 m Höhe kurz nach einer Bergwertung der zweiten Kategorie.

Quelle: sportschau.de