Spieler des DHB-Teams und Trainer Alfred Gislason | WDR

Handball-WM 2023 News im Liveblog - Deutschland vor Viertelfinale heute gegen Frankreich

Stand: 25.01.2023 20:01 Uhr

Deutschlands Handballer treffen im Viertelfinale der Handball-WM heute auf Frankreich. Alle aktuellen News dazu im Liveblog.

Sportschau

Das Viertelfinale der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der Handball-WM gegen Frankreich übertragen wir heute ab 20.30 Uhr live im Audiostream und im Live-Ticker auf sportschau.de. Das ZDF zeigt die Partie live im TV.

Warm up der Mannschaften läuft

Beide Teams machen sich warm für das Spiel, das etwa 20 Minuten später beginnen wird. Nach Informationen des Deutschen Handballbundes soll der Anwurf um 20.52 Uhr erfolgen.

Warm up gegen Frankreich | WDR/Nass

Warm up gegen Frankreich Bild: WDR/Nass

Deutschland - Frankreich beginnt später

Weil das erste Viertelfinale zwischen Norwegen und Spanien erst in der Verlängerung entschieden wurde, wird das zweite Halbfinale später angepfiffen und zwar 40 Minuten nach Ende des ersten Spiels. Die Deutschen und Franzosen müssen sich gedulden, schauen sich die packende Schlussphase vom Spielfeldrand aus an.

Warten in den Katakomben | WDR

Warten in einer Spielfeldecke Bild: WDR

So beginnt Deutschland

Keine Überraschungen in der Start-Sieben der deutschen Mannschaft, die voraussichtlich so beginnen wird: Tor: Wolff, Linksaußen: Mertens, Rückraum links: Weber, Rückraum Mitte: Knorr, Rückraum rechts: Häfner, Rechtsaußen: Groetzki, Kreis: Golla. Köster spielt Rückraum links, wenn es einen bankfernen Wechsel gibt.

Drux im Kader, Zechel draußen

Der DHB hat den Kader für das Spiel gegen Frankreich veröffentlicht: Rückraumspieler Paul Drux ist von seinem Erkältungsinfekt genesen und steht im 16er Team, der nachnominierte Tim Zechel ist heute nicht dabei.  Drux hatte die letzte Hauptrundenpartie gegen Norwegen (26:28) am vergangenen Montag verpasst, am Dienstag aber schon wieder mit der Mannschaft trainiert.

Juri Knorr kritisiert Modus der Handball-WM

Deutschlands Spielmacher Juri Knorr hat im Interview mit der Sportschau den Modus des WM-Turniers kritisiert. "Man sollte darüber nachdenken, warum man sechs sehr intensive Spiele macht, um dann erst in die absolute K.o.-Phase zu gehen", sagte der 22-Jährige. Über mögliche Platzierungsspiele wolle er erst gar nicht reden. "Es ist gefährlich für uns und unsere Körper", sagte Knorr. Nach der WM haben die Nationalspieler nur eine kurze Pause, ehe es in der Bundesliga und mit internationalen Wettbewerben schon weitergeht.

Dänische Schiris zum Dritten

Aller guten Dinge sind drei. Geleitet wird die Partie von den dänischen Schiedsrichtern Mads Hansen und Jesper Madsen. Das Duo pfiff Deutschland bei diesem WM-Turnier bereits zweimal, in der Vorrunde gegen Serbien (34:33) und in der Hauptrunde gegen die Niederlande (33:26). Mads Hansen pfiff mit seinem damaligen Partner auch das aus deutscher Sicht glorreiche EM-Finale 2016. Mit seinem jetzigen Partner Madsen pfeift Hansen seit 2020.

Vorspiel Spanien gegen Norwegen

Die ersten Viertelfinals werden in wenigen Minuten angepfiffen. Vor dem Deutschlandspiel treffen in Danzig die Teams aus Norwegen und Spanien (Anpfiff 18 Uhr) aufeinander. Noch herrscht etwas "Ruhe vor dem Sturm". 2.500 bis 3.000 Zuschauer sind schätzungsweise bereits in der Danziger Halle, die 11.000 Menschen Platz bietet. In Stockholm spielen gleich parallel Dänemark und Ungarn gegeneinander.

Blick in die Danziger Arena | WDR/Nass

Die Arena in Danzig vor dem Spiel Spanien gegen Norwegen Bild: WDR/Nass

Justiz ermittelt gegen Frankreichs Ligachef

Am Tag des Spiels geegen Deutschland erschüttert ein Skandal den französischen Handball. Die französische Justiz ermittelt nach Medienberichten gegen den Präsidenten von Frankreichs Handball-Liga, Bruno Martini, wegen des Verdachts des Missbrauchs Minderjähriger sowie des Besitzes kinderpornografischer Aufnahmen.

Der 52-Jährige, der als Aktiver zweimal Weltmeister wurde (1995 und 2001) und 2009 ein Gastspiel beim THW Kiel gab, sei am Montag (23.1.2023) festgenommen worden, berichtete der Sender France Info am Mittwoch. Martini habe die Vorwürfe eingeräumt und inzwischen einer einjährigen Bewährungsstrafe zugestimmt.

Bruno Martini, Archivaufnahme aus dem Jahr 2014 | Afp/Franck Fife

Bruno Martini Bild: Afp/Franck Fife

Uruguay mit der Roten Laterne

Die letzten Plätze sind vergeben. Am Nachmittag wurden die ersten Platzierungsspiele in Plock ausgetragen. Im Spiel um Platz 31 gewann Algerien 34:33 gegen Uruguay. Die Urus tragen damit die Rote WM-Laterne davon. 29. ist Saudi-Arabien nach einem 32:30-Erfolg über Marokko.

Starensemble Frankreich - maximale individuelle Klasse

Der französische Kader ist gespickt mit Weltklasse-Spielern, die in einer engen Partie am Ende den Unterschied machen können. Dika Mem, Nikola Karabatic, Nedim Remili, Kentin Mahé, Ludovic Fabregas, Nicolas Tournat, Dylan Nahi - und mehr.

Kleine Hallenbegehung um 12 Uhr

Um 12 Uhr schaut sich die deutsche Mannschaft die Halle in Danzig schon einmal an, um sich zu akklimatisieren. 11.409 Plätze fasst die Arena, in der bei diesem Turnier bisher noch keine Spiele ausgetragen wurden.

Sportschau-Experte Dominik Klein: Chancen bei 50/50

"Die Franzosen sind wirklich mit "Weltklasse gespickt und haben Einzelspieler in ihren Reihen, die schon alles erlebt und gewonnen haben", erklärt Sportschau-Experte Dominik Klein vor dem Spiel der Deutschen gegen Nikola Karabatic und Co. Vor allem die Erfahrung und individuelle Klasse seien Trümpfe des Rekordweltmeisters. Der deutsche Zusammenhalt könnte aber dagegen ankommen, so der Weltmeister von 2007.

Unklarheit über den Spielort für potenzielles Halbfinale

Verliert die DHB-Auswahl gegen den Rekord-Weltmeister, fliegt sie am Donnerstag nach Stockholm. Dort kommt es in diesem Fall am Freitag in der Platzierungsrunde zum Duell mit dem Verlierer der Partie Schweden gegen Ägypten. Gewinnt Deutschland diese Partie, steht am Sonntag - erneut in Stockholm - das Spiel um Platz fünf an. Bei einer Niederlage geht es in der schwedischen Hauptstadt um Platz sieben.

Kompliziert wird es bei einem Sieg. Schafft die deutsche Mannschaft den Einzug ins Halbfinale, hängt der Austragungsort vom Ausgang des Spiels Schweden gegen Ägypten ab. Kommt der Europameister weiter, wird am Freitag ebenfalls in Stockholm gespielt, weil der Co-Gastgeber vom Weltverband IHF das Heimrecht für diese Partie zugesichert bekommen hat. Gewinnt jedoch Ägypten, würde die DHB-Auswahl in Danzig bleiben und dort gegen den Afrikameister um den Einzug ins Endspiel kämpfen. "Das ist natürlich ein großes Problem für die Fans, nicht zu wissen, wo ein mögliches Halbfinale stattfindet", kritisierte DHB-Sportvorstand Axel Kromer den Spielplan. Das Spiel um Bronze und das Finale steigen am Sonntag in Stockholm.

Karabatic fit für das Spiel

Der dreimalige Handball-Olympiasieger Nikola Karabatic hat sich für das WM-Viertelfinale fit gemeldet. "Ich werde bereit sein. Mein Fuß tut noch weh, aber es geht ihm gut", sagte der Franzose einen Tag vor dem Duell in Danzig. Der 38-Jährige hatte in den vergangenen zwei Spielen passen müssen. Trainer Guillaume Gille klang kurz zuvor nicht ganz so optimistisch. Die Entscheidung über einen Einsatz werde erst "am Spieltag" fallen, so Gille.

Positive Bilanz gegen Frankreich

Historisch betrachtet hat die DHB-Auswahl gegen Frankreich ganz gute Karten. Von 74 Spielen gingen 37 an die Deutschen und nur 29 an die "Equipe Tricolore". Von den jüngsten vier Aufeinandertreffen bei großen Turnieren gewann Deutschland allerdings kein einziges. Das bislang letzte Duell war übrigens ein Freundschaftsspiel im Januar 2022, in dem sich die Mannschaft von Alfred Gislason mit 35:34 (14:18) durchsetzen konnte.

Nachgereister Tim Zechel ist bei der Mannschaft angekommen

Der nach der Hauptrundenniederlage gegen Norwegen nachnominierte Tim Zechel ist mittlerweile bei der Mannschaft. Der Kreisläufer vom HC Erlangen wurde im Teamhotel in Danzig von seinen Kollegen herzlich begrüßt und freute sich schon aufs Werfen mit Torhüter Joel Birlehm beim Training am späten Nachmittag.

Deutschland ist gegen Frankreich Außenseiter - aber nicht ohne Chance

Sind die deutschen Handballer schon weit genug, um auch gegen das oberste Regal des Welthandballs in einem K.o.-Spiel gewinnen zu können? Ihr Potenzial dafür haben sie in diesem Turnier bereits gezeigt, müssen es aber anders als gegen Norwegen diesmal über die volle Spielzeit auch abrufen.

Quelle: sportschau.de