Deutschland's Malaika Mihambo in Aktion beim ISTAF in Berlin. | IMAGO / Eibner

Leichtathletik ISTAF: Mihambo und Weber siegen im Weitsprung und Speerwurf

Stand: 04.09.2022 20:26 Uhr

Weltmeisterin Malaika Mihambo hat erneut den Weitsprung-Wettbewerb beim Berliner Leichtathletik-Meeting ISTAF gewonnen. Die Olympiasiegerin siegte mit ihrem einzigen gültigen Sprung auf 6,92 m.

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Bei der EM hatte sich die 28-Jährige von der LG Kurpfalz nach einer Corona-Infektion zuletzt knapp der Serbin Ivana Vuleta geschlagen geben müssen. Vizeweltmeisterin und Olympia-Dritte Ese Brume aus Nigeria kam in Berlin mit 6,78 Metern auf Rang zwei vor der Britin Jazmin Sawyers. Die EM-Dritte sprang 6,69 Meter weit.

Im Speerwurf war Europameister Julian Weber klar der Beste. Der in Berlin lebende Mainzer gewann mit 84,90 Metern. Zehnkampf-Europameister Niklas Kaul belegte mit 71,34 Metern Platz acht. Der Vereinskollege von Weber in Mainz hatte bei der Aufholjagd zum EM-Titel zuletzt wieder seine große Stärke im Speerwurf gezeigt.

Lückenkemper fehlt verletzungsbedingt: Daryll Neita gewinnt 100 Meter

In Abwesenheit von Europameisterin Gina Lückenkemper hat sich die EM-Dritte Daryll Neita beim ISTAF den Sieg über die 100 Meter gesichert. Die Britin gewann in 11,00 Sekunden vor Celera Barnes (11.10 Sekunden) und Jenna Prandini (11,16/beide USA). Rebekka Haase (11,42) und Lisa Mayer (beide Wetzlar/11,57), Lückenkempers Teamkolleginnen in der Gold-Staffel von München, wurden Sechste und Siebte.

Lückenkemper, die die Wettkämpfe vor Ort im Olympiastadion verfolgte, hatte ihren Start nach den Verletzungen aus dem EM-Finale absagen müssen. Die 25-Jährige hatte bei den European Championships über die 100 Meter (10,99 Sekunden) sowie mit der Sprintstaffel Gold gewonnen.

Pudenz bei Müller-Abschied Dritte

Die herausragende Leistung und den emotional größten Moment gab es bei bestem Leichtathletik-Wetter gleich zu Beginn im Diskuswerfen der Frauen. Olympiasiegerin Valarie Allman aus den USA gewann mit 70,06 Metern und war damit wie im Vorjahr zu stark für die Potsdamerin Kristin Pudenz. Die Olympia- und EM-Zweite schaffte 65,20 Meter. Shanice Craft aus Mannheim kam mit 64,36 Metern auf Rang drei.

Zum Abschluss bildeten die Diskuswerferinnen auf dem Rasen ein Spalier für Nadine Müller. Die einstige WM-Zweite beendete ihren letzten Wettkampf mit 55,73 Metern auf dem achten Platz. Die 36-Jährige aus Halle/Saale wird sich künftig auf ihre berufliche Laufbahn bei der Bundespolizei konzentrieren. "Ich habe versucht, das alles noch mal aufzusaugen und genießen", sagte sie danach in der Sportschau, "Berlin ist ein bisschen mein zweites Zuhause geworden."

Quelle: sportschau.de