Misst den Fans von RB Leipzig eine besondere Bedeutung zu: Torhüter Peter Gulacsi. | Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Fußball | Champions League RB Leipzig "ohne Druck" ins Spiel gegen Brügge

Stand: 28.09.2021 08:06 Uhr

Selten war eine Konstellation so früh so klar: In der Champions League steht RB Leipzig zwar erst vor dem zweiten Gruppenspiel. Aber dieses muss, zumindest nach allgemeinem Dafürhalten, gewonnen werden, soll am Ende wenigstens der dritte Platz erreicht werden.

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Gegner im ehemaligen Zentralstadion ist mit dem FC Brügge der vom Papier her leichteste Kontrahent. Aber "leicht" ist, wie so vieles in der Königsklasse, relativ. Denn die Belgier haben dem Pariser Star-Ensemble um Lionel Messi, Neymar und Kilian Mbappé im ersten Gruppenspiel immerhin einen Punkt abgeknöpft und damit für eine echte Überraschung gesorgt. Ganz im Gegensatz zu den Leipzigern, die bei Manchester City mit 3:6 untergegangen waren.

Ausweichen, Lachen und Grätschen

RB-Coach Jesse Marsch wich am Montag bei der Frage nach dem "Gewinnenmüssen" aus: "Das Spiel ist wichtig. Wir müssen in jedem Heimspiel punkten, wenn wir gut durchkommen wollen", sagte er, und: "Aber wir haben keinen Druck."

Das deckte sich immerhin mit der Stimmung seines Teams beim vorherigen Training am Nachmittag. Da hatten Emil Forsberg, Konrad Laimer & Co., aber auch der ordentlich mitgrätschende Jesse Marsch sichtlich gute Laune. Sicher auch ein Nebeneffekt des 6:0-Heimsieges am vergangenen Samstag gegen Hertha BSC.

Wer darf stürmen?

In Sachen Aufstellung gegen Brügge ließ sich der Coach allerdings nicht in die Karten schauen. Forsberg? Yussuf Poulsen? André Silva? Er vertraue jedem Spieler seines Kaders, betonte Marsch. Von "Never change a winning team!" hält der Amerikaner jedenfalls nicht viel: "Wir müssen immer neu entscheiden, was für jeden Gegner und jede Situation das Beste ist".

Bei zumindest drei Spielern muss keine Entscheidung getroffen werden. Das wären Angelino, der das mit einem mit Gelb-Rot bestraften Foul im Spiel gegen ManCity selbst erledigt hat, sowie die beiden verletzten Dani Olmo und Marcel Halstenberg. Dass Amadou Haidara, Tyler Adams und Josko Gvardiol angeschlagen sind, wie einige Medien zuvor berichtet hatten, davon war am frühen Montagabend keine Rede mehr. Außer Olmo und Halstenberg, erklärte Jesse Marsch, seien alle "fit und bereit".

Sven Kups

Quelle: sportschau.de