Die Südtribüne des Millerntorstadion des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli | Witters

NDR-Sport Mit 2G-Regel: St. Pauli und HSV dürfen Stadion wieder voll besetzen

Stand: 22.09.2021 06:16 Uhr

Die Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli und Hamburger SV dürfen ihre Stadien wieder voll auslasten. Allerdings nur, wenn die 2G-Regel gilt, nach der Geimpfte und Genese Zutritt erhalten.

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Der Hamburger Senat entschied am Dienstag, die Corona-Regeln für Veranstalter zum kommenden Wochenende weiter zu lockern, wenn sie die 2G-Regel anwenden. Demnach hätte der HSV theoretisch bereits am Sonntag (13.30 Uhr, im NDR Livecenter) gegen den 1. FC Nürnberg wieder alle 57.000 Plätze im Volksparkstadion besetzen können.

Für den Club ist das organisatorisch allerdings zu kurzfristig. Er teilte am Dienstagabend mit, dass die Partie gegen die Franken wie die anderen Heimspiele zuvor auch unter der 3G-Regelung stattfinden werde. Insgesamt erlaubt sind am Sonntag 19.950 Zuschauer unter 3G-Bedingungen (Geimpfte, Genesene, Geteste). Für den nächsten Heimauftritt am 16. Oktober gegen Düsseldorf hätten allerdings Gespräche begonnen.

Bei St. Pauli gilt die 2G-Regel bereits

Anders ist die Situation beim FC St. Pauli. Dort fand die 2G-Regel bereits am vergangenen Sonntag gegen Ingolstadt (4:1) Anwendung. Mit fast 14.000 Zuschauern war das Millerntor zu knapp 50 Prozent ausgelastet. Zugelassen war 15.000. Im kommenden Heimspiel gegen Dynamo Dresden (3. Oktober) könnten wieder mehr als 29.000 Fans vor Ort sein. In einer ersten Reaktion auf den Senatsbeschluss ließ der Kiezclub allerdings offen, wie viele Fans gegen Dresden dabei sein dürfen.

Göttlich: "Werden bei Öffnung mit Augenmaß handeln"

"Für den FCSP ist dieser Beschluss ein tolles und wichtiges Zeichen hin zur schrittweisen Rückkehr zur Normalität", teilte der Zweitligist mit. Dennoch würden auch die gesamtgesellschaftliche Situation und organisatorische Rahmenbedingungen eine Rolle bei der Entscheidung spielen, "wann wir zu einer Vollauslastung zurückkehren können".

"Wir werden bei der Öffnung mit Augenmaß handeln, denn wir wollen uns nicht nur die organisatorischen, sondern auch die psychologischen und auch gesundheitlichen Themen für die Gesellschaft genau anschauen."
— St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich

"Wir wissen nicht, ob es den Menschen überhaupt jetzt schon genehm ist, mit wahnsinnig vielen Zuschauer*innen eng an eng zu stehen oder ob wir noch einige Maßnahmen treffen müssen, um zunächst eine Schritt-für-Schritt-Öffnung und -Füllung des Stadions zu ermöglichen", sagte Club-Präsident Oke Göttlich. In einer Sache hat sich St. Pauli aber bereits festgelegt: Die Nordtribüne wird gegen Dynamo im Gegensatz zum Heimspiel gegen Ingolstadt wieder geöffnet sein.

Probleme für Clubs in kleinen Hallen

Zum Problem wird die 2G-Regel für alle Sportvereine der Hansestadt, die in kleineren Hallen spielen. Dort gilt: Bei nur wenig Abstand zwischen Tribüne und Spielfeld müssen auch alle Spieler und Trainer geimpft sein. Die Crocodiles haben ihr für Sonntag angesetztes erstes Saison-Heimspiel in der Oberliga gegen Leipzig deshalb abgesagt.
Der Eishockey-Club, der sich aus wirtschaftlichen Gründen bereits für das 2G-Modell entschieden hatte, kann nicht garantieren, dass beim Gegner alle Spieler geimpft sind. Eine kurzfristige Rückkehr zum 3G-Modell wäre für die Crocodiles organisatorisch nicht umsetzbar.

Dieses Thema im Programm:
Hamburg Journal | 21.09.2021 | 19:30 Uhr

Quelle: sportschau.de