Meike Schmelzer (Deutschland, l.) und Carmen Campos Costa | imago/Bildbyran

WM-Viertelfinale Deutsche Handballerinnen scheitern an Spanien

Stand: 14.12.2021 22:14 Uhr

Der Traum von der ersten WM-Medaille seit 14 Jahren ist für Deutschlands Handball-Frauen geplatzt. Die DHB-Auswahl verlor am Dienstagabend (14.12.2021) im Viertelfinale der Weltmeisterschaft gegen Gastgeber Spanien mit 21:26 (10:14) und kehrt ohne das ersehnte Edelmetall in die Heimat zurück.

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Beste Werferin für das Team von Bundestrainer Henk Groener war vor 2.000 Zuschauern in Granollers Rückraumspielerin Julia Maidhof mit sechs Toren. Doch das reichte nicht, weil einmal mehr zu viele Chancen leichtfertig vergeben wurden. "Wir haben super angefangen, das Spiel mit eigenen Fehlern aber wieder aus der Hand gegeben. Dann sind wir den Spanierinnen nur noch hinterhergelaufen", analysierte Groener.

Nach der schwachen Vorstellung bei der deftigen 16:32-Pleite gegen Dänemark zum Abschluss der Hauptrunde hatte sich die deutsche Mannschaft geschworen: Das passiert uns nicht noch einmal. Diese Einstellung war von der ersten Sekunde an zu spüren. Die Abwehr stand zunächst wie eine Mauer und ließ den Spanierinnen kaum eine Lücke. Zudem gab Torfrau Dinah Eckerle in der Anfangsphase mit einigen Paraden zusätzliche Sicherheit.

Guter Start mit schneller 3:0-Führung

Der Lohn war eine schnelle 3:0-Führung nach fünf Minuten, die Spaniens Trainer Jose Ignacio Prades zu einer frühen Auszeit veranlasste. Der erste Treffer im Spiel gelang dem WM-Gastgeber erst nach acht Minuten. Zwar lief auch bei der deutschen Auswahl im Angriff nicht alles nach Wunsch, doch dank der überzeugenden Defensivleistung wurde der Vorsprung zunächst konstant bei drei bis vier Toren gehalten.

Mitte der ersten Halbzeit schlichen sich dann jedoch einige technische Fehler ein, so dass Spanien auf 5:7 verkürzen konnte. "Wir schmeißen die Bälle vorne zu einfach weg", monierte Groener in der Auszeit. Doch der Flow war dahin - und die Führung beim 8:8 (22. Minute) auch. Kurz darauf lag das deutsche Team erstmals im Spiel zurück.

Nun schwächelten die DHB-Frauen in der Deckung und liefen sich bei eigenen Angriffen immer wieder an der spanischen Abwehr fest. Zu allem Überfluss vergab Alina Grijseels beim Stand von 9:12 auch noch einen Siebenmeter. So ging es mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Pause.

Bei 17:19 nochmal ein wenig Hoffnung

Nach dem Wechsel rückte Katharina Filter für Eckerle ins deutsche Tor. Die Beach-Europameisterin gab mit einigen Paraden den dringend benötigten Rückhalt. Schritt für Schritt kämpfte sich das DHB-Team ins Spiel zurück - ohne den Rückstand zunächst entscheidend verkürzen zu können. Aber Körpersprache und Wille stimmten.

Mitte der zweiten Halbzeit keimte beim 17:19 noch einmal Hoffnung - die wenig später nach einem 3:0-Lauf Spaniens wieder dahin war. Das DHB-Team steckte zwar zu keiner Zeit auf, vergab aber weiter reihenweise beste Chancen und konnte die Wende damit nicht mehr erzwingen. Am Ende der WM-Reise gab es somit Frust statt Jubel.

Dänemark erstmals seit 2013 im Halbfinale

Dänemarks Handball-Frauen hatten zuvor erstmals seit 2013 das WM-Halbfinale erreicht. Der dreimalige Olympiasieger setzte sich im Viertelfinale gegen Brasilien mit 30:25 (14:13) durch. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel treffen die Däninnen nun auf den Gewinner der Partie Frankreich gegen Schweden, die am Mittwoch ausgetragen wird.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. Dezember 2021 um 22:15 Uhr.