Karim Adeyemi und Jude Bellingham jubeln zusammen im Champions-League-Spiel gegen FC Sevilla | Cristina Quicler/afp

Champions League Dortmund gewinnt intensives Spiel in Sevilla

Stand: 06.10.2022 07:15 Uhr

Borussia Dortmund hat bei einer Außentemperatur von 30 Grad ganz wichtige drei Punkte für den Einzug ins Achtelfinale der Champions League eingefahren und 4:1 (3:0) beim FC Sevilla gewonnen.

Jakob Halbfas
Sportschau

Durch den Erfolg bleibt der BVB mit sechs Punkten hinter Manchester City (neun Punkte) auf Platz zwei. Dahinter haben Sevilla und Kopenhagen jeweils einen Zähler auf dem Konto.

Die Tore erzielten Raphael Guerreiro (6. Minute), Jude Bellingham (41.), Karim Adeyemi (43.) und Julian Brandt (75.). Youssef En-Nesyri erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 (51.).

Sevilla entlässt Trainer direkt nach Schlusspfiff

Noch am Mittwochabend (05.10.2022) bestätigte der FC Sevilla die Trennung von Trainer Julen Lopetegui, die schon zuvor erwartet worden war. Die Andalusier belegen in La Liga nur in der 17. Platz. Lopetegui hatte 2020 mit Sevilla die Europa League gewonnen und wurde von den Fans trotz des in der Defensive erschütternd schwachen Spiels gegen den BVB nach Schlusspfiff gefeiert. Als Nachfolger soll der frühere chilenische Nationaltrainer Jorge Sampaoli feststehen.

Moukoko beginnt - Modeste nur auf der Bank

Bei den Dortmundern startete Youngster Youssoufa Moukoko von Beginn an. Anthony Modeste blieb nach enttäuschenden Leistungen in den vergangenen Wochen nur die Joker-Rolle.

Frühe Dortmunder Führung

Durch ein wunderschönes Tor von Guerreiro ging der BVB früh in Führung. Nach Zuspiel von Bellingham nutzte Guerreiro den Platz auf der linken Seite und schloss kurz vor der Strafraumgrenze mit dem linken Fuß ab - der Ball schlug oben rechts im Tornetz ein (6.).

Sevilla zeigte sich vor eigener Kulisse unbeeindruckt und kam fünf Minuten nach dem Rückstand beinahe zum Auslgeich. Dortmunds Schlussmann Alexander Meyer vereitelte zweimal gegen En-Nesyri, nachdem der Keeper den ersten Abschluss des Marokkaners nach vorne abklatschen lassen musste (11.).

Rote Karte wird zurückgenommen

Nach 20 Minuten kam es dann zu großer Aufregung. Nach einer Notbremse gegen Dortmunds Salih Özcan sah En-Nesyri die Rote Karte. Nach Videobeweis nahm Schiedsrichter Maurizio Mariani den Platzverweis zurück. Der Notbremse war ein Foulspiel von Dortmunds Adeyemi vorausgegangen.

Die Partie wurde trotz der hohen Temperaturen von beiden Teams intensiv geführt. Nach einem schnellen Dortmunder Gegenstoß verpassten Thomas Meunier und Moukoko nach starkem Zuspiel von Adeyemi das 2:0 (33.).

Dortmunder Doppelschlag vor der Pause

Aber auch Sevilla spielte sich Großchancen heraus. Einen Kopfball von En-Nesyri aus kürzester Distanz parierte Meyer mit einem starken Reflex (37.).

Vor dem Pausenpfiff wurde es dann turbulent. Nach schönem Zuspiel von Özcan in die Schnittstelle vernaschte Bellingham seinen Gegenspieler im Eins-gegen-eins und spitzelte den Ball flach ins lange Eck (41.).

Nur zwei Minuten später legte Adeyemi für den BVB nach. Sevillas Torwart Bono wehrte zunächst einen Schuss von Moukoko ab - den Nachschuss verwandelte Adeyemi zur 3:0-Pausenführung (43.).

Sevilla verkürzt - Brandt antwortet

Mit der ersten Chance im zweiten Durchgang verkürzte der auffälligste Mann auf dem Platz. Nach einer Ecke setzte sich En-Nesyri am Elfmeterpunkt gegen Nico Schlotterbeck durch und nickte zum 1:3 ein (51.).

Im direkten Gegenzug scheiterte der sehr agile Moukoko aus 17 Metern an Sevillas Torwart Bono (53.). Beide Mannschaften spielten in dieser Phase auf den nächsten Treffer. Alex Telles verpasste mit dem nächsten Schuss knapp am Tor vorbei das 2:3 (57.), Moukoko mit einem Lupfer über das Tor die Vorentscheidung (61.).

Nach mehreren Wechseln auf beiden Seiten verlor das Spiel an Dynamik und Torgefahr. Brandt sorgte nach Flanke von Moukoko per Kopf für die Vorentscheidung (75.). Donyell Malen ließ kurz vor Schluss sogar noch das 5:1 liegen (85.).

Für Borussia Dortmund geht es am Samstagabend (18.30 Uhr) im Bundesliga-Topsiel gegen den FC Bayern München weiter.

Quelle: sportschau.de