Thomas Dreßen in Lake Louise

Ski-Weltcup in Lake Louise Dreßen gewinnt erste Abfahrt der Saison

Stand: 30.11.2019 22:10 Uhr

Was für ein Comeback: Thomas Dreßen aus Mittenwald hat im ersten Abfahrtsrennen nach seinem Kreuzbandriss gleich wieder gewonnen. In Lake Louise fuhr er der gesamten Weltelite davon.

Thomas Dreßen gewinnt sensationell beim Comeback in Lake Louise
Thomas Dreßen gewinnt sensationell beim Comeback in Lake Louise

Es ist ein kleines Wintermärchen: Thomas Dreßen hat die erste Saison-Abfahrt in Lake Louise/USA gewonnen - und das bei seinem Comeback nach langer Verletzung. Der 26-Jährige aus Mittenwald zeigte bei Temperaturen bis minus 19 Grad am Start einen fehlerfreien Lauf und war auch schneller als Abfahrts-Weltcupsieger Dominik Paris, der sich mit zwei Hundertstelsekunden Rückstand auf den Deutschen mit Rang zwei begnügen musste. Den dritten Rang teilen sich die zeitgleichen Schweizer Carlo Janka und Beat Feuz (+ 0,26 Sekunden).

Dreßen lässt sich lange Rennpause nicht anmerken

Zunächst hatten die beiden Schweizer die Bestzeit vorgelegt, die Dominik Paris noch einmal unterbot. Sie alle hatten aber wohl nicht mit dem Mann mit der Startnummer 13 gerechnet: Thomas Dreßen war die schwere Verletzung, die ihn fast ein Jahr lang zum Zuschauen verdammt hatte, in keiner Phase des Rennens anzumerken. Je länger seine Fahrt dauerte desto mehr gab er Gas und desto näher kam er der Konkurrenz. Im Ziel war der 26-Jährige, der eine enge Linie fand, dann sogar noch einmal zwei Hundertstel schneller als Paris - ein Wimpernschlag. Aber das reichte aus, um den dritten Weltcupsieg seiner Karriere zu feiern.

"Da muss viel zusammenpassen"

"Dass es so läuft, hätte ich nie gedacht. Wahnsinn", sagte Dreßen im ORF, als allerdings erst 30 Läufer im Ziel waren. "Ich hatte mir wie immer vorgenommen, mein Maximum abzurufen. Aber dass es so aufgeht, da muss einfach viel zusammenpassen." Dreßen dankte vor allem seiner Freundin ("die hat viel mitgemacht mit mir"). Die Konkurrenten verneigten sich vor dem "Comebacker". Stellvertretend sagte der Österreicher Hannes Reichelt: "Cooles Comeback. Ich gönne es ihm von Herzen."

Thomas Dreßen: "Schöner als Kitzbühel"
Thomas Dreßen: "Schöner als Kitzbühel"

Auch die weiteren Deutschen enttäuschten keinesfalls. Josef Ferstl (Hammer) kam mit der frühen Startnummer 2 und einem Rückstand von 1,43 Sekunden auf Dreßen auf den 14. Rang (Stand nach 30 von 65 Startern), ein Platz vor Romed Baumann, der erst seit diesem Winter für den DSV startet (+ 1,46). Andreas Sander, der ebenfalls eine längere Verletzungspause hinter sich hat, verpasste die Punkte (+ 2,28) ebenso wie Dominik Schwaiger (+ 2,56), Manuel Schmid (+ 2,92) und Klaus Brandner (+ 3,80).

Mehr dazu in B5 aktuell, 30.11.2019, 21.54 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 30. November 2019 um 23:30 Uhr.

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