Die deutsche Staffel feiert bei der Rodel-WM Gold. Ebenfalls auf dem Siegertreppchen: die Teams aus Lettland und den USA. | Bildquelle: MAXIM SHIPENKOV/EPA-EFE/REX

Rodel-WM in Sotschi Deutsche Rodel-Staffel fährt zu Gold

Stand: 16.02.2020 16:58 Uhr

Zum Abschluss einer durchwachsenen Rodel-WM haben die deutschen Athleten noch mal richtig jubeln dürfen. In der Staffel gab es Gold - auch dank eines bösen Patzers der Konkurrenz.

Versöhnliches Ende der Rodel-Weltmeisterschaften im russischen Krasnaja Poljana für das deutsche Team: in der abschließenden Team-Staffel haben Julia Taubitz, Johannes Ludwig und die Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken am Sonntag Gold gewonnen.

Russland verpasst Touchpad

In 2:44.213 Minuten stellte die deutsche Staffel Bahnrekord auf und verwies Lettland sowie die USA auf die Plätze. Pech hatte der favorisierte Gastgeber Russland, der disqualifiziert wurde, weil Starterin Jekaterina Katnikowa das Touchpad im Ziel verfehlte und sich dadurch der Startbügel für Einzel-Weltmeister Roman Repilow nicht öffnete.

Taubitz: "Unglaublich" - Ludwig: "Versöhnung"

"Nach heute können wir die zwei Wochen hier sehr zufrieden abschließen", sagte Doppelsitzer Benecken, der am Sonntag zur zweiten Goldmedaille der WM fuhr, im ZDF. Taubitz, die in ihrem Einzel Silber gewann, im Sprint aber eine Medaille verpasste, sagte zufrieden: "Die Trainingswoche verlief sehr schlecht für mich. Dass wir jetzt mit Gold wegfahren, ist unglaublich." Ludwig, am Mittag noch unglücklicher Vierter im Einzel, stimmte zu: "Ich bin fünf Mal bei Großereignissen auf den vierten Platz gefahren. Aber jetzt ist die Versöhnung mit Jule und den Jungs da."

Bundestrainer Loch: "Haben nichts verschlafen"

Bundestrainer Norbert Loch zog nach fünf Medaillen in sieben Wettbewerben ein durchwachsenes Fazit. Zum einen war die Freude über Team-Gold groß: "Wir sind hochzufrieden, vor allem mit diesem Titel, dem Mannschaftstitel hier auf der russischen Bahn. Leider hat der Gastgeber daneben geschlagen, dadurch war es etwas glücklich für uns. Aber wir hätten einen harten Kampf geliefert. Wir können sehr stolz wegfahren", freute er sich im ZDF. Doch auch Loch konnte nicht leugnen, dass die einst so dominanten deutschen Rodler ihre Vormachtstellung längst verloren haben: "Wir sehen das die ganze Saison, dass wir bei den Männern etwas hintendran sind. Da ist auch die Konkurrenz am größten. Wir haben nichts verschlafen. Die anderen sind an uns herangerückt. Da ist auch viel technisches Equipment aus Deutschland weggegangen", so Loch.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. Februar 2020 um 18:00 Uhr.

Darstellung: