Synchronspringer Lars Rüdiger und Patrick Hausding aus Deutschland | dpa

Tokio 2020 Wasserspringer holen Bronze für Deutschland

Stand: 28.07.2021 09:51 Uhr

Die Wasserspringer Patrick Hausding und Lars Rüdiger haben bei Olympia in Tokio die Bronzemedaille gewonnen. Die Europameister mussten sich im Synchron-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett am Mittwoch (28.07.2021) lediglich den Chinesen Wang Zongyuan/Xie Siyi und Andrew Capobianco/Michael Hixon aus den USA geschlagen geben.

Patrick Hausding schrie seine Freude nach Olympia-Bronze mit Lars Rüdiger lauthals hinaus. In einem packenden Wassersprung-Krimi sicherte sich der Rekordeuropameister zusammen mit seinem Berliner Teamkollegen im letzten Sprung noch den dritten Platz und damit seine dritte Medaille bei Sommerspielen.

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Hausding: "Kann ich gar nicht in Worte fassen"

Herzlich umarmten sich die beiden nach den quälend langen Sekunden bis zur finalen Wertung, stolz zeigten sie sich später mit ihren Medaillen auf dem Siegerpodest im Tokyo Aquatics Centre. "Dass ich in dieser letzten olympischen Saison für mich so viele Meilensteine für mich selber erreiche, kann ich gar nicht in Worte fassen", sagte der 32-Jährige Hausding im ZDF. "Alles, was jetzt kommt, ist Zusatz. Natürlich werde ich mich weiter anstrengen. Aber ich bin sowas von fröhlich. Dass es als Wasserspringer und Fahnenträger so geklappt hat, ist wie ein Märchen."

"Dass es als Wasserspringer und Fahnenträger so geklappt hat, ist wie ein Märchen."
— Patrick Hausding

Hausding/Rüdiger lieferten keinen perfekten Wettkampf ab. Aber sie waren da, als es um die Entscheidung ging. "Ich hätte nicht gedacht, dass es noch zu Bronze reicht", beschrieb es Hausding. Nachdem die Konkurrenz, allen voran die Russen Jewgeni Kusnezow/Nikita Schleicher mit einem Null-Punkte-Sprung Schwächen zeigte, schlug Hausding mit schon so oft demonstrierter Nervenstärke zu. Der 25 Jahre alte Rüdiger, der vor Jahren fast schon mit dem Leistungssport aufgehört hätte, beeindruckte als Olympia-Debütant ebenfalls.

Zweite Medaille fürs deutsche Springer-Team

"Das war Riesendruck, die ersten Spiele", sagte Rüdiger. "Wir können sehr zufrieden sein." Riesengroß war der Jubel im deutschen Springer-Team nach der zweiten Tokio-Medaille. Das glückte zuletzt 2008 in Peking. Damals jubelte Hausding im Synchronspringen vom Turm zusammen mit Sascha Klein über Silber, 2016 in Rio gewann er Bronze im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett. Seine vierten und letzten Olympischen Spiele gestalten sich perfekt: Erst Fahnenträger, jetzt Medaillengewinner - und mit dem Einzel in der zweiten Olympia-Woche (ab Montag, 02.08.2021) kommt noch eine weitere Chance.

"Für Patrick ist es jetzt bei seinen vierten Olympischen Spielen die dritte Medaille, das ist eine tolle Bilanz", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. "Lars hat als Debütant bei seinen ersten Olympischen Spielen gleich eine Medaille geholt, das ist ein super Einstand für ihn." Zum Auftakt der Wassersprung-Wettbewerbe hatten bereits die Synchronspringerinnen Tina Punzel und Lena Hentschel die Bronzemedaille gewonnen.

Der schwierigste Sprung kommt zum Schluss

Als Sechste waren Hausding/Rüdiger in den finalen Durchgang gestartet, in dem sie ihren schwierigsten Sprung zeigten. Der viereinhalbfache Salto vorwärts glückte den Berlinern - das war die Medaille. Mit 404,73 Punkten betrug der Vorsprung auf Rang vier (Mexiko) 4,59 Zähler. Gold ging mit klarem Vorsprung an die Chinesen Wang Zongyuan und Xie Siyi vor Andrew Capobianco/Mike Hixon aus den USA.

Dieses Thema im Programm:
Das Erste | Olympia Tokio 2020 | 29.07.2021 | 00:50 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Juli 2021 um 10:00 Uhr.