Lindemann wird Zweite hinter Stanford | reuters

European Championships Lindemann holt EM-Silber im Triathlon

Stand: 12.08.2022 19:40 Uhr

Keine Medaille, keine Option - das hatte Laura Lindemann vor dem Triathlon der Frauen bei den European Championships gesagt. Und sie hielt Wort.

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Laura Lindemann kam am Freitag (12.08.2022) über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) in 1:52,19 Stunden als Zweite ins Ziel. "Ich bin total glücklich", sagte Lindemann im Ersten: "Das bedeutet mir sehr viel."

Im Ziel betrug ihr Rückstand auf die neue Europameisterin Non Stanford (Großbritannien) neun Sekunden. Dritte wurde die Französin Emma Lombardi (1:52:22).

Nina Eim (Potsdam/1:52:51) belegte als zweitbeste Deutsche überraschend den vierten Rang. Sie kam noch vor der favorisierten Französin Cassandra Beaugrande ins Ziel. Drittbeste Deutsche war Annika Koch, sie hatte als Zehnte einen Rückstand von 1:34 Minuten.

Lindemann direkt vorne dabei

Lindemanns Start in diesen Triathlon war ein beeindruckender. Als nach 750 Metern Schwimmen ein Landgang anstand, war Lindemann Erste mit einer Zeit von 9:37 Minuten. Nach 1.500 Metern war Lindemann Zweite mit einer Zeit von 19:22 Minuten.

Auch auf dem Rad überzeugte Lindemann. Vom Start weg fuhr sie vorne mit und hielt auch dann mit, als sich eine Spitzengruppe absetzte. Im Zug leistete Lindemann immer wieder auch Führungsarbeit. Zwar machte das Feld in der letzten Runde Zeit gut, beinahe wäre es auf den letzten Metern noch zum Zusammenschluss gekommen. Doch die Spitzengruppe mit Lindemann kam mit einem kleinen Vorsprung ins Ziel.

Stanford schließt auf - und gewinnt auch

Auch der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe gelang Lindemann, sie etablierte sich zunächst als Dritte. Zu Beginn der zweiten von vier Laufrunden übernahm Lindemann sogar die Führung, dicht gefolgt von Beaugrand und Lombardi. Später machte Stanford aus dem Führungstrio ein Quartett.

Lindemann | afp

Lindemann Bild: afp

Und tatsächlich war es dann Stanford, die sich auf der vorletzten Runde einige Meter absetzen konnte. Es war zunächst nur ein kleiner Vorsprung, aber Stanford hielt ihn nicht nur bis zur Ziellinie, sie baute ihn auch noch aus.

Quelle: sportschau.de