Sebastian Brendel  | Bildquelle: imago/Action Plus

Mehrkosten bei Doping-Kontrollen Bleiben Kanuten auf Kosten sitzen?

Stand: 19.07.2018 16:16 Uhr

Das Bundesinnenministerium wird die Mehrkosten für Dopingkontrollen nicht übernehmen und sieht die Verantwortung bei den Sportverbänden. Das stellte eine Sprecherin des BMI auf Anfrage der "Welt" klar.

Das Ministerium hat nach eigenen Angaben die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) im Jahr 2017 mit insgesamt sechs Millionen Euro unterstützt. Für das laufende Jahr stelle der Bund sogar über sieben Millionen Euro bereit, sagte die Sprecherin.

Deutsche Kanuten sollen Doping-Kontrollen mitfinanzieren

Das Thema war aufgekommen, weil der Deutsche Kanu-Verband die Athleten an den erhöhten Mehrkosten für Dopingkontrollen beteiligen will. Andere Fachverbände und auch die NADA hatten diese Vorgehensweise abgelehnt.

Kanuten sollen für Dopingtests auf Geld verzichten
Kanuten sollen für Dopingtests auf Geld verzichten

Das BMI sieht bei der Finanzierung der Dopingkontrollen die Sportverbände in der Verantwortung. Eine Kostenbeteiligung von Athleten sei nicht vorgesehen.

"Das BMI geht davon, dass sich die Spitzensportverbände finanziell angemessen an den Dopingkontrollkosten der NADA beteiligen und die Kosten nicht auf ihre Athletinnen und Athleten umlegen", hieß es in der Stellungnahme des BMI.

Deutsche Kanuten sollen Dopingkontrollen mitfinanzieren
sportschau
19.07.2018 18:21 Uhr

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Quelle: sportschau.de

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