HSV | Bildquelle: dpa

Fußball-Bundesliga HSV bleibt zweitklassig

Stand: 28.06.2020 20:16 Uhr

Der Hamburger SV hat mit einer krachenden 1:5 (0:2)-Heimniederlage gegen den SV Sandhausen die letzte Aufstiegschance verspielt und bleibt mindestens für ein weiteres Jahr in der 2. Fußball-Bundesliga.

"Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Die Beine waren schwer, der Kopf war langsam", sagte HSV-Präsident Marcell Jansen. In der Tat: Die Hamburger präsentierten sich am Sonntag (28.06.2020) vor allem in der ersten Hälfte und ganz am Ende völlig von der Rolle. Starteten sie noch mit mehr Ballbesitz, nahm das Unglück in der 13. Minute seinen Lauf.

Rick van Drongelen fälschte beim ersten Angriff des SV Sandhausen eine scharfe Hereingabe ins eigene Tor ab. Der Verteidiger zog sich später auch noch einen Kreuzbandriss zu und wurde in der 36. Minute ausgewechselt. Der Treffer hinterließ Wirkung beim HSV - die Bälle wurden nun schon im Aufbau verloren. Und Sandhausen ließ sich nicht lange bitten. Kevin Behrens überwand HSV-Torwart Julian Pollersbeck nach einem schnellen Gegenstoß (21. Minute).

Sandhausen verpasst höhere Führung

Das defensiv giftige Sandhausen erspielte sich danach weitere gute Gelegenheiten, vor allem Behrens hätte ein zweites Tor erzielen müssen (40.). Erst kurz vor der Pause fing sich Hamburg wieder etwas und hatte durch Martin Harnik auch mal eine Torchance (45.).

Die zweite Hälfte brachte bis zur 62. Minute keine große Änderung - bis Aaron Hunt im Strafraum gefoult wurde. Und der Kapitän drosch den Strafstoß mit einer bewundernswerten Coolness in den rechten Winkel. Weil Heidenheim parallel 0:3 in Bielefeld zurücklag, reichte dem HSV nun schon ein weiteres Tor zur Relegation. "Nach dem 1:2 habe ich diese Galligkeit, diesen Willen vermisst", war HSV-Trainer Dieter Hecking enttäuscht.

Behrens sorgt für die Entscheidung

Stattdessen zeigten die Gäste genau das, was Hecking sich vom eigenen Team gewünscht hätte: In der 84. Minute erzielte Behrens seinen zweiten Treffer per Foulelfmeter. Josha Vagnoman hatte zuvor Philip Türpitz im Übereifer gefoult. Und es kam noch schlimmer. Mario Engels erzielte in der 88. Minute sogar noch den vierten Treffer für Sandhausen, das selbst lange in Abstiegsgefahr geschwebt hatte. Und den Schlusspunkt setzte ausgerechnet der ehemalige Hamburger Dennis Diekmeier mit dem 1:5.

Die Hamburger verloren am Ende hochverdient und konnten nicht davon profitieren, dass Heidenheim ebenfalls eine klare Niederlage kassierte. "So eine Leistung ist nicht zu entschuldigen. Wir gehen jetzt in die Analyse und werden die gesamte Saison aufarbeiten", sagte Präsident Jansen. Zur Zukunft von Trainer Hecking wollte er sich nicht äußern, sondern verwies auf die angesprochene Analyse in den kommenden Tagen.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. Juni 2020 um 18:00 Uhr.

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