Zweikampf zwischen Jordan Torunarigha (Hertha) und Yuya Osako (Werder) | Bildquelle: REUTERS

Rückschlag im Abstiegskampf Werder verspielt 2:0-Führung bei der Hertha

Stand: 07.03.2020 17:27 Uhr

Werder Bremen tritt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga auf der Stelle: Bei Hertha BSC verspielte die Mannschaft eine 2:0-Führung und kam nur zu einem Unentschieden.

Durch das 2:2 (2:1) in Berlin haben die Bremer als Tabellenvorletzter weiter drei Punkte Rückstand auf Fortuna Düsseldorf. Die Fortuna spielt als Tabellen-16. erst am Sonntag in Mainz. Hertha hat weiter sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Werder ging angesichts der verspielten Führung als gefühlter Verlierer vom Platz. "Es fühlt sich mehr nach zwei verlorenen Punkten als nach einem gewonnenen Punkt an", sagte Bremens Kevin Vogt im ARD-Hörfunk. "Wir sind nach dem 2:0 immer mehr vom zielstrebigen Fußball abgekommen. Wir haben den Gegner eingeladen und das darf uns nicht passieren."

Hertha wieder mit konfusem Beginn

Die erste Hälfte begann für Hertha BSC ähnlich wie das 0:5 gegen Köln und das 3:3 in Düsseldorf - nach wenigen Minuten lagen die Berliner mit 0:2 hinten. Schon in der 3. Minute ging Werder in Führung, als Josh Sargent den Ball aus 20 Metern mit links ins rechte Eck schoss. Die Hertha blieb konfus, wenig später köpfte Davy Klaassen nach einer Flanke von Milot Rashica zum 2:0 für Werder ein (6.). Für Werder endete eine Phase von mehr als 13 Stunden ohne eigenes Tor.

Bremen macht dann aber den Fehler, sich angesichts der komfortablen Führung mehr Passivität zu leisten und brachte die Hertha so ins Spiel zurück. In der 42. Minute köpfte Herthas Kapitän Niklas Stark eine Freistoßflanke von rechts ins Bremer Tor.

Bremen bekommt die Rechnung

Nach der Pause spielte Werder weiter ohne Druck nach vorne - und bekam die Rechnung. Marius Wolfs Schuss wehrte Werders Ersatztorwart Stefanos Kapino noch ab, der Ball landete aber vor den Füßen von Matheus Cunha. Dessen Schuss fälschte Milos Veljkovic dann entscheidend ab (61.).

Das Drama schien komplett, als Schiedsrichter Guido Winkmann in der 79. Minute Hertha einen Strafstoß zusprach. Doch das vermeintliche Handspiel von Bremens Moisander war angesichts seines angelegten Arms doch keines. Nach Ansicht der Bilder nahm Winkmann den Elfmeter zurück. In der Schlussphase hatte dann keines der Teams noch entscheidende Ideen.

Hertha nun in Hoffenheim, Werder gegen Leverkusen

Auf beide Teams warten nun schwierige Aufgaben. Hertha BSC spielt am Samstag (14.03.2020, 15:30 Uhr) bei 1899 Hoffenheim. Erst am Montagabend (20:30 Uhr) trifft Werder Bremen auf Bayer Leverkusen. Bremens Davy Klaassen und Herthas Vladimir Darida werden dann fehlen, weil beide jeweils ihre fünfte Gelbe Karte in dieser Saison gesehen haben.

Proteste beider Fangruppen gegen den DFB

Beide Fangruppen zeigten mehrere Plakate, mit denen sie in der aktuellen Diskussion um Hoffenheims Mehrheitseigner Dietmar Hopp und den Umgang mit Drei-Stufen-Plan, Diskriminierung und Kollektivstrafen Stellung gegen den DFB bezogen. Kritisiert wurde auch der bisherige Umgang mit rassistischen Beleidigungen durch den DFB - zuletzt war auch Herthas Jordan Torunarigha rassistisch angegangen worden.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. März 2020 um 17:45 Uhr.

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