Uwe Gensheimer beim Wurf

Sieg bei der Handball-WM Deutschland begeistert gegen Brasilien

Stand: 12.01.2019 15:49 Uhr

Die Zuschauer in der ausverkauften Berliner Halle spendeten Standing Ovations: Das deutsche Handball-Nationalteam sorgte auch in seinem zweiten WM-Vorrundenspiel für Begeisterung und schlug einen zwischenzeitlich überforderten Gegner Brasilien mit 34:21 (15:8).

Nach dem 30:19-Sieg zum Auftakt gegen Korea hat Deutschland damit einen optimalen Start in die Heim-WM hingelegt und darf auf den so viel beschworenen "Lauf" hoffen, den man sich vor dem Turnier so sehnlich gewünscht hat. "Basis für den Sieg war unsere gute Abwehrarbeit. Und dann wollten wir die Zuschauer mitnehmen. Das ist insgesamt gut gelungen", analysierte nach der Partie Rückraumspieler Martin Strobel. Steffen Fäth aber warnte: "Da kommen noch richtig schwere Spiele auf uns zu. Darauf sollten wir uns vorbereiten."

Von Beginn an hohes Tempo

Vor 13.500 Fans legte das deutsche Team am Samstag (12.01.2019) einen bärenstarken Start aufs Parkett. Mit viel Tempo in den eigenen Angriffen und einer ebenso flexiblen wie aufmerksamen Abwehrmauer im 6:0-System wurden die Brasilianer von Beginn an unter schweren Druck gesetzt.

Nachdem der überragende Keeper Andreas Wolff zu Beginn zwei gegnerische Würfe entschärft hatte, war es Steffen Weinhold vorbehalten, für das 1:0 zu sorgen. Fortan pushten sich die deutschen Akteure immer mehr in hohe Betriebstemperatur, behielten Spielwitz, Tempo und Temperament bei.

Brasilien kommt bei deutschem Tempo nicht mit

Brasilien, das in seiner Auftaktbegegnung Mitfavorit Frankreich nur knapp mit 22:24 unterlegen gewesen war, kam nicht mehr mit. Über 9:2 (14. Minute), 11:4 (19.) und 14:5 (25.) kam das deutsche Ensemble zu einer überraschend klaren 15:8-Halbzeitführung.

Vor allem Rückraumspieler Steffen Fäth, der mit schnellen Kreuzungen vor der gegnerischen Abwehr erfolgreich war und viermal traf, sowie Außenspieler Uwe Gensheimer mit fünf Toren im ersten Abschnitt waren im Angriff überragend. In der Abwehr überzeugten vor allem die Mittelleute Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek, die vor Keeper Wolff extrem beweglich wirkten.

Munteres Wechselspiel

Im zweiten Abschnitt konnte das deutsche Team das hohe Tempo zwar nicht mehr ganz durchhalten, in Gefahr geriet der deutliche Sieg aber nicht mehr. Man konnte es sich sogar leisten, wieder munter durchzuwechseln. Alle Feldspieler bekamen Praxis, insgesamt konnten wichtige Leute auch mal geschont werden.

Klein: "Bin begeistert von der deutschen Abwehrarbeit"

Über 22:14 (42.) und 26:18 (50.) erspielten sich die Schützlinge von Bundestrainer Christian Prokop einen letztendlich ungefährdeten 34:21-Sieg. Prokop lobte am Ende: "Die Mannschaft hat über die gesamte Spielzeit wunderbar gearbeitet. Das war richtig stark heute." In der ARD-Analyse hob Experte Dominik Klein die deutsche Abwehrarbeit hervor: "Ich bin begeistert von der Abgeklärtheit der Mittel-Abwehrleute Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek. Pekeler entscheidet sich fast immer richtig, Wiencek ist bisher bester Blocker des Turniers."

Erfolgreichster Torschütze war am Ende - wie fast immer - Gensheimer mit zehn Treffern. Im dritten Vorrundenspiel tritt die deutsche Mannschaft am Montag (14.01.2019) - live in der ARD - gegen Russland an.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Januar 2019 um 20:00 Uhr.

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