Bayerns Leroy Sane bejubelt seinen Treffer mit den Mannschaftskollegen Leon Goretzka und Alphonso Davies. | IMAGO / MIS

Bayern München gegen Freiburg Sané überragt im Spitzenspiel

Stand: 17.10.2022 00:01 Uhr

Fünf Tore im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga: Der FC Bayern hat den SC Freiburg entzaubert. Das lag auch an Leroy Sané.

Sportschau

Die Tore beim 5:0 (2:0)-Erfolg des FC Bayern gegen den SC Freiburg erzielten am Sonntagabend (16.10.2022) Serge Gnabry (13. Minute), Eric Maxim Choupo-Moting (33.), Leroy Sané (53.), Sadio Mané (55.) und Marcel Sabitzer (80.).

In der Tabelle der Fußball-Bundesliga ziehen die Bayern damit an den Freiburgern vorbei auf Platz zwei. Der FC Bayern hat nach dem fünften Saisonsieg 19 Punkte, der SC Freiburg 18.

Überhaupt, die Freiburger. Sie waren die Überraschungsmannschaft der vergangenen Wochen gewesen, doch im Spitzenspiel waren sie ohne Chance. Nur selten war da sowas wie Torgefahr, die beste Möglichkeit hatte noch Ritsu Doan, dessen Schuss zwei Meter am Tor vorbeiflog. Man könnte auch sagen: Freiburg ist eben immer noch Freiburg, und die Bayern sind die Bayern.

Gnabry, Formkrise, Diskussionen. Und die Frage: War was?

Teil einer Bayern-Mannschaft, die diesmal wieder wie eine Bayern-Mannschaft spielte, war auch Gnabry. Lange war das eine Selbstverständlichkeit gewesen, doch zuletzt war im Fußballerleben von Serge Gnabry, 27, nur noch wenig selbstverständlich gewesen.

Ein Tor in der Bundesliga hatte er zuletzt im August erzielt. Es folgten sechs Ligaspiele ohne eigenen Treffer und einige Diskussionen. Es ging um eine mögliche Formkrise, um eine temporäre Jokerrolle und um Verletzungen. Gegen den SC Freiburg war Gnabry dann einfach wieder Gnabry. Und man fragte sich da schon: War was?

Die Führung für die Bayern erzielte Gnabry selbst. Zuvor hatte Freiburgs Torhüter Mark Flekken einen Schuss von Leroy Sané pariert - nur wehrte er nach vorne ab. Gnabry schien das geahnt zu haben, er tauchte zwölf Meter vor dem Tor auf und köpfte wuchtig oben rechts ins Eck.

Viel fehlte nicht und Gnabry hätte seine Auftritt mit weiteren Treffern gekrönt. Doch er scheiterte gleich zweimal an Flekken, erst mit einem Schuss auf das rechte Eck (21.) und dann noch einmal mit einem Schuss aus spitzem Winkel (40.). Und zu Beginn der zweiten Hälfte traf Gnabry dann auch noch den Pfosten (52.).

Saisonpremiere für Choupo-Moting

Besser war da schon der Abschluss eines anderen Bayern-Spielers. Es lief die 33. Minute, als Eric Maxim Choupo-Moting nach einem tollen Außenristpass von Sané Gegenspieler Matthias Ginter austanzte und dann mit einem Flachschuss ins lange Eck traf.

Für Choupo-Moting, 33, war es der erste Treffer in dieser Bundesliga-Saison. Zum Einsatz war er bislang nur als Joker gekommen: 57 Minuten, verteilt auf vier Einsätze. Gegen Freiburg nominierte ihn Trainer Julian Nagelsmann für die Startelf - er wird das nicht bereut haben.

Sané trifft traumhaft schön

Auch die Nominierung von Sané wird Nagelsmann als eine wirklich gute Entscheidung in Erinnerung behalten. Sané durfte wieder als Zehner ran und nicht auf dem Flügel. Ihn bekamen die Freiburger nie zu fassen. Die ersten beiden Bayern-Treffer bereitete er fein vor. Doch seine beste Szene hatte Sané, als er in der 53. Minute Doppelpass spielte mit Choupo-Moting, dann einige schnelle Schritte machte und den Ball aus 18 Metern mit links genau links unten ins Toreck schlenzte.

Schön war auch das vierte Tor der Bayern, diesmal jubelte Sadio Mané. Nach einem Pass von Gnabry verschätzte sich Freiburgs Philipp Lienhart und Mané tauchte frei vor Torhüter Flekken auf. Er entschied sich für einen Lupfer - und das war die richtige Entscheidung.

Ein fünfter Treffer gelang dem FC Bayern auch noch. Erfolgreich war einer, der zuletzt sehr oft gespielt hatte, diesmal aber zunächst nur auf der Bank saß. Marcel Sabitzer war noch keine fünf Minuten auf dem Feld, als der Freiburger Lienhart einen Pass auf Mané unterbinden wollte. Der Ball kam tatsächlich nicht zu Mané, er kam zu Sabitzer - und der traf mit einem platzierten Schuss aus fünfzehn Metern.

Pokal-Runde zwei wartet, dann Freiburg zu Hause gegen Werder Bremen

Bevor es im Ligabetrieb weitergeht, haben beide Teams Aufgaben im DFB-Pokal zu lösen. Freiburg empfängt Zweitligist FC St. Pauli, (19.10.2022, 18 Uhr), die Bayern treten am selben Tag um 20.45 Uhr beim FC Augsburg an.

Die nächsten Spiele in der Liga: Am 11. Spieltag empfängt der SC Freiburg den Aufsteiger aus Bremen (Samstag, 22.10.2022 um 15.30 Uhr). Zur gleichen Zeit ist der Rekordmeister in Sinsheim bei der TSG 1899 Hoffenheim gefordert.

Quelle: sportschau.de