Die Mainzer Jerry St. Juste und Jean-Philippe Mateta. | Bildquelle: dpa

Bundesliga Mateta-Festspiel lässt Mainz in Freiburg jubeln

Stand: 22.11.2020 18:19 Uhr

Dank eines Hattricks von Jean-Philippe Mateta hat der 1. FSV Mainz 05 beim SC Freiburg seinen ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga eingefahren. Am Ende wurde es aber doch nochmal spannend.

"Freiburg-Schreck" Jean-Philippe Mateta hat seinem Ruf wieder einmal alle Ehre gemacht. Der Stürmer bescherte dem 1. FSV Mainz 05 am Sonntag (22.11.2020) den ersten Sieg in dieser Bundesligasaison. Dank eines lupenreinen Hattricks des Franzosen, der vor eineinhalb Jahren schon einmal einen Dreierpack gegen Freiburg geschnürt hatte, gewann das bisherige Schlusslicht am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga 3:1 (3:0) beim Sport-Club. Mateta traf in der 2., 34. und 40. Minute. Damit hat er in vier Liga-Spielen gegen Freiburg insgesamt acht Treffer erzielt! Freiburgs Tor erzielte Nils Petersen (63.).

Hack: "Der erste Saisonsieg tut sehr, sehr gut"

Der Mainzer Alexander Hack sagte nach Spielschluss der Sportschau: "Der erste Saisonsieg tut sehr, sehr gut. Das einzige, was heute noch gefehlt hat, war den Deckel komplett draufzumachen. Ansonsten war es von vorne bis hinten eine gute Leistung. Daran heißt es anzuknüpfen, einfach Gas zu geben, gallig zu sein, die Bälle zu erobern und unser Konterspiel zu spielen." Freiburgs Petersen sagte am Sportschau-Mikrofon grimmig: "Das ist sehr ernüchternd, wieder ein Heimspiel hergeschenkt, wieder kein Erfolgserlebnis. Das tut natürlich weh. Gegen wen willst du jetzt eigentlich punkten, wenn du den Tabellenletzten so zum Toreschießen einlädst."

Der SC weist nach dem siebten Spiel ohne Sieg in Folge nur noch zwei Zähler mehr als der FSV auf. Der Mainzer Trainer Jan-Moritz Lichte hat sich durch den Erfolg eine Atempause verschafft, seine Mannschaft den letzten Tabellenplatz verlassen.

Erster Treffer nach 61 Sekunden

Das Geisterspiel im Schwarzwaldstadion hatte noch gar nicht richtig begonnen, als Mateta nach nur 61 Sekunden zur Mainzer Führung traf. Kurze Zeit später hatte der Angreifer freistehend seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, legte den Ball aber quer, statt selbst abzuschließen (9.). Die Freiburger wussten gar nicht, wie ihnen angesichts der gefährlichen Mainzer Konter geschah. Mateta scheiterte bei seiner nächsten Großchance an dem von Mainz ausgeliehenen SC-Torwart Florian Müller (12.).

Freiburg erschreckend schwach

Die wieder einmal mangelhafte Chancenverwertung der Mainzer war aus Freiburger Sicht das einzig Positive Mitte der ersten Hälfte. Über einen Rückstand mit drei oder vier Toren hätte sich der SC nicht beschweren können. Aber erst nach einer halben Stunde erzielte Mateta den längst fälligen zweiten Treffer, als er einen von Müller zur Seite abgewehrten Ball in den Maschen versenkte. Kurz darauf legte der 23-Jährige nach schönem Zuspiel von Jean-Paul Boëtius sein siebtes Saisontor nach.

Am Ende nochmal Zittern

Zu Beginn der zweiten Hälfte deutete nichts auf eine Freiburger Aufholjagd hin. Die Mainzer überließen den Gastgebern zwar die Kontrolle, gefährlich wurde es im FSV-Strafraum aber zunächst nicht. Mateta hätte sogar auf 4:0 erhöhen können, traf aus spitzem Winkel aber nur den Außenpfosten (60.). Drei Minuten später war wieder Spannung in der Partie, nachdem Petersen abgestaubt hatte. Beim FSV begann jetzt das große Zittern. Der Sport-Club gab sich nicht auf, zeigte zumindest viel Moral und war mehrfach dem Anschlusstreffer nahe. Doch am Ende brachten die Mainzer den Sieg über die Zeit.

Freiburg spielt nun am Samstag (28.11.2020) um 15.30 Uhr beim FC Augsburg. Mainz empfängt tags darauf um 18 Uhr die TSG Hoffenheim.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. November 2020 um 18:00 Uhr.

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