Im Zweikampf: Bayerns Giulia Gwinn und Frankfurts Lara Prasnikar | IMAGO / Sports Press Photo

Frauen-Bundesliga Rekordkulisse zum Saisonauftakt

Stand: 18.09.2022 19:24 Uhr

Der 1. FC Köln schlägt die TSG Hoffenheim, Meister VfL Wolfsburg startet mit einem Kantersieg, Bayern holt vor Rekordkulisse nur einen Punkt in Frankfurt.

Sportschau

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln sind am Sonntag (18.09.2022) mit einem 3:1 (3:0) über die TSG Hoffenheim in die neue Saison der Frauen-Bundesliga gestartet.

Islacker mit Doppelpack

Ein Doppelpack von Mandy Islacker (21. Minute, 33., Foulelfmeter) und ein Treffer von Sharon Beck (30.) brachten die Kölnerinnen früh auf die Siegerstraße. Jana Feldkamp sah für die TSG die Rote Karte (33.), so dass eine Aufholjagd der Gäste ausblieb.Melissa Kössler konnte lediglich noch den Anschlusstreffer erzielen (48.).

Ebenfalls erfolgreich war der SC Freiburg, der in Meppen mit 2:1 (1:1) gewann. Lydia Andrade (18.) hatte Meppen in Führung gebracht, Lisa Karl (45.+1) und Marie Müller (70.) brachten den Sportclub aber auf die Siegerstraße.

Leverkusen gewinnt NRW-Duell

In den späten Sonntagsspielen trennte sich Werder Bremen mit 1:1 (0:0) von Turbine Potsdam. Bremens Saskia Matheis (73.) glich das Potsdamer Führungstor durch irena Kusnezow (64.) aus. Im NRW-Duell zwischen den MSV Duisburg und Bayer Leverkusen siegten die Gäste mit 1:0 (1:0). Das Tor des Tages für die Werkself erzielte Jill Baijings schon in der 23. Minute.

Kantersieg für VfL Wolfsburg

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben ihre Mission Titelverteidigung mit einem klarem Heimsieg eröffnet. Der Double-Gewinner bezwang zum Auftakt am Samstag (17.09.2022) die SGS Essen vor 3.217 Zuschauern verdient mit 4:0 (3:0).

Doppeltorschützin Ewa Pajor (14./70.), DFB-Kapitänin Alexandra Popp (40.) und Tabea Waßmuth (44.) trafen vor stimmungsvoller Kulisse im Stadion. "Die drei Punkte sind das Wichtigste. Aber wir müssen noch ein paar Tore mehr machen", gab Pajor zu.

Rekordkulisse beim Auftaktspiel

Das Auftaktspiel am Freitagabend zwischen Eintracht Frankfurt und Bayern München hatte keinen Sieger, bot aber einen neuen Zuschauerrekord. 23.200 Fans fanden den Weg ins Frankfurter Stadion.

Vor dieser beeindruckenden Kulisse fielen allerdings keine Treffer. Das Topspiel zweier sehr ambitionierter Teams endete 0:0 - ein Achtungserfolg für die Eintracht. Vor dem Anpfiff waren zunächst die am Spiel beteiligten Vize-Europameisterinnen geehrt worden.

Der bisherige Besucherrekord in der Liga hatte bei 12.464 Zuschauern in Wolfsburg (Juni 2014) gelegen. "Das ist halt Frankfurt. Aber die Mädels haben sich das auch verdient", sagte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche bei "Eurosport" vor der Partie mit Blick auf die bislang größte Bundesliga-Kulisse.

Frankfurt aktiver, Bayern etwas enttäuschend

Auf dem Feld taten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit vor den Augen von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg allerdings schwer, Chancen blieben Mangelware. Die Bayern von Neu-Trainer Alexander Straus enttäuschten auch nach der Pause, die Eintracht machte den aktiveren Eindruck. Das Angriffstrio mit Lea Schüller, Lina Magull und Klara Bühl tat sich schwer gegen die überzeugenden Frankfurterinnen. Nach einem Patzer von Sjoeke Nüsken vergab Magull die Riesenchance zur Führung (48. Minute). Auf der Gegenseite scheiterten Lara Prasnikar (67.) und Geraldine Reuteler (77.) an Torhüterin Maria-Luisa Grohs in einer leidenschaftlichen und hochklassigen, aber lange an Torchancen armen Partie.

Das Ziel für diese Saison ist klar: Der Schwung durch die erfolgreiche EM in England soll mit in den Alltag genommen werden. Mit dem Auftakt auf großer Bühne war ein richtungsweisendes Signal gesetzt worden.

Quelle: sportschau.de