Charles Leclerc fährt im Ferrari auf Strecke in Monza durch eine Kurve | Bildquelle: AP

Formel-1-Rennen in Italien Leclerc sichert sich die Pole in Monza

Stand: 07.09.2019 16:20 Uhr

Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat sich beim Heimspiel seines Rennstalls in Monza die Pole Position gesichert.

Mit 1:19.307 Minuten lieferte Leclerc am Samstag (07.09.2019) die schnellste Rundenzeit ab, hinter ihm landeten die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valteri Bottas auf den Plätzen zwei und drei, Sebastian Vettel startet von Position vier. Nico Hülkenberg belegte im Renault den sechsten Platz.

Als das Feld am Ende des Qualifyings in die letzte Qualifikationsrunde gehen wollte, hatte es zu lange "gebummelt" und kam nicht mehr innerhalb des Limits über die Linie - eine letzte Runde auf Zeit gab es also nicht. Kein Fahrer hatte offenbar als Erster ohne Windschatten in die Runde gehen wollen. Die Rennkommissare untersuchen die kuriose Situation - Startstrafen sind möglich.

Vettel: "Chaos!"

"Es war Chaos. Ich glaube es war zu erwarten, dass es chaotisch wird. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Qualifying", erklärte Vettel, der aber sichtlich angesäuert von der Situation war.

Sein Teamkollege Leclerc war glücklicher: "Es ist unglaublich hier. Schon in Mailand war es unglaublich mit den Fans. Ich freue mich über die Pole, aber es ist natürlich eine Schande, dass es da so ein Durcheinander war am Ende." Vom "Anti-Höhepunkt" sprach Hamilton, der seine siebte Pole in Italien um gerade mal 39 Tausendstelsekunden auf Lerclerc verpasste.

Ferrari umjubelt

Der neue Ferrari-Hoffnungsträger hatte zusammen mit Vettel sämtliche Trainingseinheiten vorher für Ferrari entschieden: Vettel die einstündige Session vor der K.o.-Ausscheidung, Leclerc am Freitag die beiden anderthalbstündigen Fahrten. Als beide im Kampf um die besten Startplätze auf die Strecke fuhren, brandete bereits Applaus auf den Rängen auf. Monza war natürlich fest in Tifosi-Hand. Und die bejubelten erstmal die schnellste Runde im ersten Abschnitt von Leclerc. Vettel war eine Viertelsekunde langsamer.

Mailand feiert 90 Jahre Ferrari
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Wie auch das Mercedes-Duo, das etwas später auf die Strecke bei strahlendem Sonnenschein kam, ging auch Ferrari im Schlepptau auf Bestzeitenjagd. Im Windschatten des Vordermanns können die Piloten auf dem Hochgeschwindigkeitskurs ausgangs der letzten Kurve bis zur Ziellinie etwa zwei Zehntelsekunden gutmachen. Die auch schon vermutete Hektik deswegen blieb aber zunächst aus, Leclerc beendete den ersten Zeitabschnitt auf Platz eins vor Hülkenberg, der nur 29 Tausendstelsekunden langsamer war. Danach folgten Bottas und Hamilton.

Verstappens Motor streikt

Max Verstappen, immerhin zweimaliger Saisonsieger, musste nach seinem frühen Aus beim Rennen am vergangenen Sonntag in Belgien da schon den nächsten Rückschlag verkraften. Der neue Motor muckte, keine Runde auf Zeit.

Vorn nahm die Spannung zu. Wieder fuhr Leclerc im Windschatten von Vettel auf Platz eins. Die Rück- und Abstände wurden aber kleiner. Leclerc, Hamilton, Vettel - zwischen ihnen lagen gerade mal 162 Tausendstelsekunden im zweiten K.o.-Abschnitt. Noch ein Versuch: Hamilton setzt sich an die Spitze. Vettel blieb die Lauerstellung. Und dann wurde es doch voll auf der Strecke, alle wollten schnell eine erste fixe Runde. Vettel fuhr vorneweg - kein Windschatten. Es reichte nur für Rang Vier hinter Leclerc, Hamilton und Bottas.

Raikkönen rutscht raus

Die erste Aufregung legte sich, Kimi Räikkönen sorgte im Alfa Romeo mit einem Ausrutscher für eine kurze Auszeit - rote Flaggen. Als der Kurs danach wieder freigegeben wurde, verharrten alle zehn weiter in den Garagen. Zwei Minuten vor Schluss kamen alle raus. Aber ausgerechnet auf dem Hochgeschwindigkeitskurs sorgten sie mit ihrer Bummelfahrt für ein denkwürdiges Ende.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. September 2019 um 17:00 Uhr.

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