Der französische Verbandspräsident Noël Le Graët | Bildquelle: picture alliance/dpa

FIFA -Council Le Graet ersetzt Ex-DFB-Präsident Grindel

Stand: 29.05.2019 17:09 Uhr

Der deutsche Fußball ist nach dem Rücktritt des früheren DFB-Präsidenten Reinhard Grindel für mindestens zehn Monate nicht mehr im FIFA-Council vertreten.

Auf der Sitzung des Exekutivkomitees am Mittwoch (29.05.2019) in Baku beschloss die Europäische Fußball-Union UEFA, den französischen Verbandspräsidenten Noël Le Graët auf den vakanten Posten im wichtigsten Gremium des Weltverbandes zu entsenden. Im Council, das in der kommenden Woche in Paris zusammenkommt, stehen dem Europa-Verband neun Sitze zu, die nun alle wieder besetzt sind.

Die Nominierung von Le Graët gilt zunächst bis zum nächsten UEFA-Kongress am 3. März 2020 in Amsterdam. Dann könnte auch der Deutsche Fußball-Bund wieder einen möglichen Kandidaten ins Rennen schicken. Ein Kandidat für die internationalen Ämter hat sich bisher aber noch nicht hervorgetan.

Entscheidung über DFB-Präsidenten erst im Juli

Über einen Nachfolgekandidaten für den DFB-Chefposten will der DFB am 26. Juli entscheiden. Kommissarisch wird der Verband von Reinhard Rauball und Rainer Koch geführt. Letzterer war wie Generalsekretär Friedrich Curtius am Mittwoch auch in Baku.

Grindel war im April von seinen Ämtern beim DFB, der UEFA und der FIFA wegen der Annahme eines Uhrengeschenks von einem ukrainischen Funktionärskollegen zurückgetreten. Bereits zuvor hatte es Kritik an seiner Amtsführung gegeben.

"Elefantenrunde" soll Reform der Europapokal-Wettbewerbe diskutieren

In der hitzigen Diskussion über die Reform der Europapokal-Wettbewerbe soll eine "Elefantenrunde" für Klarheit sorgen. "Wir planen eine mögliche Sitzung des Exekutivkomitees zusammen mit Vertretern der Ligen, Klubs und der Klubvereinigung ECA", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: "Ich weiß aber nicht, ob es noch im Juni passiert oder später."

Der Vorschlag der ECA, der mehr oder weniger eine geschlossene Champions League für die Topklubs vorsieht, war in den vergangenen Wochen auf massive Kritik gestoßen. Auch die Bundesligaklubs lehnen diese Pläne ab. "Im Moment passiert gar nichts", sagte Ceferin: "Die Dinge werden sich ändern, oder nicht, oder anders, als der bisherige Vorschlag vorsieht. Es gibt auch noch andere Ideen.

Quelle: sportschau.de

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