Die jubelnde Mannschaft des FC Bayern München | Bildquelle: dpa

Champions League Triumph beschert FC Bayern Rekordeinnahmen

Stand: 25.08.2020 07:43 Uhr

Der Champions-League-Sieg des FC Bayern München war nicht nur sportlich ein Erfolg. Die Münchner haben mit dem Titel in der Königsklasse bis zu 135 Millionen Euro eingenommen. Ein Rekord.

Von Sebastian Moritz

Die genaue Abrechnung mit der UEFA steht zwar erst Ende September an, klar ist aber schon jetzt: So viel Geld wie die Bayern hat zuvor noch kein anderer Verein in der Champions League kassiert.

Der 1:0-Finalsieg gegen Paris Saint-Germain brachte dem FCB direkt zwar nur vergleichsweise magere vier Millionen Euro ein, hinzu kommen jedoch 15 Millionen Euro für den Einzug ins Endspiel sowie weitere Prämien für die Siege in der Gruppenphase und der K.o.-Runde. Zusätzlich erhält der FCB noch TV-Gelder und Zuschauereinnahmen aus den drei ausverkauften Gruppenspielen in der Münchner Arena.

Doch die Königsklasse lohnt sich nicht nur für die Vereine, die am Ende den Titel gewinnen. Alle 32 Klubs, die sich für die Gruppenphase der Königsklasse qualifiziert haben, erhalten eine Antrittsprämie von 15,25 Millionen Euro.

Nationale Unterschiede bei TV-Geldern

Neben der Antrittsprämie und den Leistungsprämien erhalten die Klubs in der Champions League noch Geld aus dem sogenannten Marktpool. Die Verteilung der Gelder aus diesem Topf orientiert sich am Wert des jeweiligen Fernsehmarktes, den die Vereine vertreten. Der FC Bayern kann hier mit Einnahmen von rund 11,5 Millionen Euro rechnen.

Schließlich gibt es noch die UEFA-Koeffizientenrangliste als Grundlage für die vierte Säule der UEFA-Ausschüttungen an die Vereine in der Champions League. Die Rangliste berücksichtigt wie erfolgreich die Klubs in den vergangenen zehn Jahren auf der internationalen Bühne waren. Der FC Bayern erhält so 33,24 Millionen Euro, Borussia Dortmund 25,48 Millionen Euro, Bayer Leverkusen 16,62 Millionen Euro und RB Leipzig 5,54 Millionen Euro.

Corona sorgt für geringere Einnahmen

Voraussetzung für diesen Verteilschlüssel ist, dass die UEFA den Etat für die Vereine nicht im Nachhinein noch verändert. Die für dieses Jahr eigentlich geplante Europameisterschaft sorgt ebenso für geringere Einnahmen des europäischen Fußballverbands wie die gestrichenen Rückspiele in den Viertel- und Halbfinalen. Welche Auswirkungen das auf den Ausschüttungsmodus der Champions-League-Gelder haben wird, wollen die UEFA-Verantwortlichen in den nächsten Wochen entscheiden.

Dennoch wird auch die Corona-Krise vermutlich nichts daran ändern, dass die absoluten Einnahmen der Vereine aus der Champions League weiter steigen. Wesentliche Gründe dafür sind wachsende Erlöse aus TV-Rechten und Sponsoring-Verträgen. Insgesamt schüttet die UEFA knapp zwei Milliarden Euro an die Klubs aus.

Finalsieg beschert nachhaltiges Wachstum

Der finanzielle Profit aus einem Champions-League-Sieg macht sich jedoch weit über die aktuelle Saison hinaus bemerkbar. "Die indirekten Vermarktungsmöglichkeiten des FC Bayern München sind durch den Finalsieg natürlich noch einmal gewachsen, insbesondere, wenn wir auf Sponsoring und Merchandising schauen" , sagt Sportökonom Prof. Dr. Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln. Ein Champions-League-Sieg generiere Aufmerksamkeit, steigere Reputation und besetze den Verein mit einem positiven Image. Insbesondere die internationale Fanbasis werde durch einen solchen Sieg gestärkt. "Wir wissen, dass es für ein langfristiges Wachstum eines Fußballklubs enorm wichtig ist, diese Fanbasis zu vergrößern", so Breuer.

Quelle: sportschau.de

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