Deutschland - Norwegen: Deutsche Spieler jubeln mit Torschütze Leon Gawanke | imago /ActionPress

Eishockey-WM in Lettland DEB-Team lässt auch Norwegen keine Chance

Stand: 22.05.2021 13:30 Uhr

Nach dem torreichen Auftaktsieg gegen Italien hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in Lettland auch gegen Norwegen ihre gute Form bestätigt und locker gewonnen.

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Am Tag nach dem 9:4-Spektakel gegen Italien setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm gegen Norwegen klar mit 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) durch und verbuchte mit sechs Punkten die Maximalausbeute aus den ersten beiden Turniertagen in Riga.

Erster Sieg gegen Norwegen nach Durststrecke

Der Mannheimer Matthias Plachta (20. Minute), die AHL-Profis Leon Gawanke (24.) und Lean Bergmann (45.) sowie die Berliner Leo Pföderl (27.) und Lukas Reichel (31.) erzielten am Samstag (22.05.2021) die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die zuletzt dreimal in Folge bei Weltmeisterschaften gegen die Norweger verloren hatte. Emil Lilleberg (37.) traf für die Skandinavier, die ihr erstes Turnierspiel bestritten, zum zwischenzeitlichen 1:4.

Nach einem Tag Pause ist am Montag (19.15 Uhr) Kanada der nächste Gegner. Das junge Team aus dem Eishockey-Mutterland, das auf seine großen NHL-Stars verzichten muss, hatte zum WM-Start überraschend 0:2 gegen Gastgeber Lettland verloren.

Überzeugende Offensive und konsequente Abwehr

Die deutschen Spieler fanden trotz nur kurzer Erholung nach einem durchwachsenen ersten Drittel zu ihrem Spiel. Dann überzeugten sie mit Offensivstärke und konsequenter Abwehrarbeit. Gegenüber dem Auftaktsieg hatte Söderholm lediglich den Torhüter gewechselt. Für den Mannheimer Felix Brückmann stand der Berliner Meistergoalie Mathias Niederberger zwischen den Pfosten. Die Sturm- und Verteidigungsformationen blieben unverändert.

Szene aus dem Spiel gegen Norwegen mit Nicolas Krämmer und Markus Eisenschmid | Jussi Nukari via www.imago-images.de

Szene aus dem Spiel gegen Norwegen mit Nicolas Krämmer und Markus Eisenschmid Bild: Jussi Nukari via www.imago-images.de

Niederberger bekam schon früh Arbeit, weil die Norweger, die ihr erstes Turnierspiel bestritten, sehr aggressiv begannen. Die DEB-Auswahl hatte zunächst Probleme, geordnet aus der eigenen Zone herauszukommen. Auch das erste Überzahlspiel lief noch nicht rund. Es dauerte bis 16 Sekunden vor der ersten Drittelpause, ehe der Führungstreffer gelang: Einen Schlenzer von Kapitän Moritz Müller lenkte Plachta ins Tor. Der Mannheimer hatte schon am Freitag mit einem Treffer in doppelter Unterzahl für ein Highlight gesorgt.

Zeitweise regelrecht im Rausch

Im zweiten Drittel klappte auch das Powerplay: WM-Debütant Gawanke erzielte, von seinem Abwehrkollegen Marcel Brandt freigespielt, mit einem Schlagschuss in den Winkel sein erstes Länderspieltor. Eigentlich hätte es Sekunden später erneut Überzahl für die deutsche Mannschaft geben müssen, doch nach einem Check gegen den Kopf von Markus Eisenschmid sprachen die Schiedsrichter keine Strafe aus.

Dennoch erhöhte das DEB-Team auf 3:0. Nach sehenswerter Vorarbeit seiner Berliner Klubkollegen Marcel Noebels und Reichel vollendete Pföderl die gelungene Kombination. Söderholms Mannschaft spielte sich zeitweise regelrecht in einen Rausch. Reichel schloss ein Solo mit einem Schlenzer in den Winkel spektakulär ab.

Quelle: sportschau.de