Leverkusens Moussa Diaby feiert sein Tor mit seiner Mannschaft  | Ina Fassbender/dpa

DFB-Pokal Leverkusen zieht ins Achtelfinale ein

Stand: 12.01.2021 23:16 Uhr

Bayer Leverkusen darf vom zweiten Pokalendspiel in Folge träumen, Eintracht Frankfurt bleibt die Freude über die bevorstehende Rückkehr von Luka Jovic als Trost. Im vom Dezember verlegten Duell der Pokalspezialisten gewann die Werkself mit 4:1 (1:1). Im Achtelfinale Anfang Februar trifft Bayer auf Rot-Weiss Essen, den letzten verbliebenen Regionalligisten im Wettbewerb.

Sportschau

Nach dem frühen Rückstand durch Ex-Nationalspieler Amin Younes (7. Minute) drehten Lucas Alario per Handelfmeter (27.), Edmond Tapsoba (49.) und Moussa Diaby (67./87.) am Dienstagabend (12.01.2021) das Spiel für Bayer. Nationalspieler Jonathan Tah sah aber wegen einer Notbremse die Rote Karte (73.). Frankfurts Sebastian Rode konstatierte am Sportschau-Mikrofon: "Die Enttäuschung ist schon groß. Wir hatten Essen vor Augen, da wollten wir weiterkommen." Außerdem haderte er mit zwei Spielszenen: "Der Handelfmeter gegen uns ist diskutabel, nach der Pause bekommen wir ein Abseitstor." Bei den Hessen musste zudem Younes verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Jovic kommt zur Eintracht zurück

Vor dem Spiel hatte Sportvorstand Fredi Bobic die bevorstehende Ausleihe von Jovic, der 2019 für über 60 Millionen Euro zu Real Madrid gewechselt war, verkündet. "Wir müssen noch ein paar Themen bearbeiten, den Medizincheck zum Beispiel", sagte er bei "sky", "wenn alles passt, ist er bald wieder bei uns."

Die Eintracht begann wie von Trainer Adi Hütter versprochen forsch und wurde schnell belohnt. Nach einem schnell gespielten Angriff über viele Stationen gab Daichi Kamada den Ball nach innen, André Silva leitete gedankenschnell mit der Fußspitze weiter und Younes traf per Rechtsschuss. Der 27-Jährige hatte im Ligaspiel vor zehn Tagen sein erstes Tor für Frankfurt erzielt, nun folgte das zweite. Wieder gegen Bayer. Wieder gegen seinen Ex-Trainer Peter Bosz. Es war der Startschuss für das von beiden Trainern versprochene offene Spiel mit einigen Chancen.

Handelfmeter dreht die Partie

Zunächst vergab Nadiem Amiri mit einem schwachen Schuss gegen Nationalkeeper Kevin Trapp den Ausgleich (12.), dann scheiterte Silva am stark parierenden Ex-Frankfurter Lukas Hradecky (13.). Zum Ausgleich benötigte Bayer dann einen Strafstoß, als Ex-Weltmeister Erik Durm einen Schuss von Bailey mit dem Arm ablenkte. Sehr unglücklich für die Eintracht, aber regelgerecht. Alario, der erstmals seit Ende November in der Startelf stand, schoss sein zwölftes Pflichtspieltor in dieser Saison.

Auch das zweite Tor fiel nach einem Standard, als Tapsoba nach einem Freistoß von Kerem Demirbay völlig frei einköpfte. Beim 3:1 hatte auch der stark formverbesserte Diaby nach sehenswertem Zuspiel von Amiri viel zu viele Freiheiten und ließ Trapp keine Chance. Bayer schien schon sicher im Achtelfinale, der Platzverweis gegen Tah sorgte aber kurz für leichtes Zittern. In der 81. Minute kam Bayer-Kapitän Charles Aranguiz zu seinem ersten Einsatz seit dem 17. Oktober - und wenig später beseitigte Diaby sämtliche Zweifel.

Amiri: "Was ist denn jetzt schon wieder los?"

"Die Gegner haben sich gut auf uns eingestellt", sagte Leverkusens Amiri zur Sportschau, "nach 20 Minuten habe ich gedacht, was ist denn jetzt schon wieder los? Aber nach dem 3:1 war das Spiel so gut wie gelaufen."

Am 2. oder 3. Februar tritt Bayer Leverkusen im Achtelfinale nun bei Regionalligist Rot-Weiss Essen an. In der Liga spielt Bayer dann am kommenden Freitag (15.01.21, 20.30 Uhr) bei Union Berlin, Frankfurt kann sich zwei Tage länger erholen und erwartet am Sonntag (18 Uhr) den FC Schalke 04.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 12. Januar 2021 um 22:35 Uhr.