Spielszene Leverkusen gegen Karlsruhe | Kai Pfaffenbach/Reuters

DFB-Pokal Karlsruhe kegelt Leverkusen raus

Stand: 27.10.2021 20:22 Uhr

Zweitligist Karlsruher SC ist mit viel Einsatzbereitschaft, Effizienz, Glück und etwas Schützenhilfe von Lukas Hradecky die Pokalüberraschung gelungen. Bayer Leverkusen ist raus.

Von Robin Tillenburg

Der KSC siegte am Mittwochabend (27.10.2021) mit 2:1 (1:0) in Leverkusen. Lucas Cueto (4. Minute) und Kyoung-rok Choi (63.) erzielten die Tore für die Badener, Jeremie Frimpong den zwischenzeitlichen Ausgleich (54.).

Sportschau

Bayer aktiv - KSC effektiv

Die Partie hatte kaum begonnen, da lag der Außenseiter schon vorn. Nach einer Flanke von der linken Seite kam Philipp Hofmann in der Mitte zum Kopfball. Lukas Hradecky parierte zwar, konnte aber den anspruchsvollen Ball nur nach vorn abprallen lassen - und weil kein Leverkusener reagierte, Cueto aber entschieden nachsetzte, stand es 0:1.

Der KSC führte zwar, aber Bayer war das deutlich aktivere Team und drängte nach dem Rückstand auf den Ausgleich. Moussa Diaby (10.) und Amine Adli (12.) verfehlten bei sehr aussichtsreichen Gelegenheiten das Karlsruher Tor nur knapp. Weil Bayer sich einige Ungenauigkeiten leistete und der Tabellenachte der 2. Liga sehr diszipliniert verteidigte, überstand dieser den zwischenzeitlichen Sturmlauf der Werkself aber schadlos und verdichtete vor allem das Zentrum sehr erfolgreich.

Hradeckys folgenschwerer Bock

Kurz nach dem Seitenwechsel hätte der KSC beinahe den Ausgleich hinnehmen müssen, als er nach einer eigenen Ecke doch die defensive Absicherung etwas schleifen ließ. Eigentlich hatten der ballführende Diaby und der mitgelaufene Paulinho gegen den allein zurückeilenden Christoph Kobald alle Möglichkeiten, doch Diaby verpasste den richtigen Moment zum Querpass und Kobald konnte klären. In der 54. Minute machten Frimpong und Adli es deutlich besser, spielten rechts im Strafraum Doppelpass und Frimpong vollstreckte souverän ins linke Eck. Der Ausgleich war verdient.

Kurz darauf riss Hradecky die Mühen seiner Vorderleute eigenhändig jedoch wieder ein. Der Bayer-Keeper wollte mit dem Ball am Fuß einen langen Pass schlagen, hatte damit aber überhaupt keinen Erfolg. Der Finne schoss die Kugel stattdessen zu dem nur wenige Meter vor ihm laufenden Choi, der den KSC in aller Ruhe wieder in Führung brachte.

Chancenwucher bei Bayer

Gerardo Seoane hatte genug gesehen und brachte Florian Wirtz und Kerem Demirbay für die Schlussoffensive. Und tatsächlich wurde Bayer prompt wieder dominanter und rannte an. Aber der blau-weiße Riegel hielt - mit Glück. Denn das eingewechselte Leverkusener Top-Talent Iker Bravo hatte in der 78. Minute nach Querpass von Adli das quasi leere Tor vor sich, schoss aber aus knapp zehn Metern drüber und konnte es selbst nicht fassen. Leverkusen betrieb auch in der Schlussphase echten Chancenwucher und hatte sich bei allem Respekt für die Leistung des KSC dann doch nach 95 Minuten auch irgendwie selbst geschlagen.

Für Bayer Leverkusen geht es in der Bundesliga am Samstag (31.10.2021) mit dem Heimspiel gegen den schwer kriselnden VfL Wolfsburg weiter, das mit dem neuen Trainer Florian Kohfeldt anreist. Der KSC empfängt in der 2. Liga am Sonntag den SC Paderborn. Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird am Sonntag in der Sportschau ausgelost, die Spiele finden dann am 18. und 19. Januar 2022 statt.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. Oktober 2021 um 07:05 Uhr.