Leipzigs Marcel Sabitzer und Angelino nach dem Treffer zum 2:0 gegen Tottenham | Bildquelle: AFP

Champions League Leipzig zieht souverän ins Viertelfinale ein

Stand: 10.03.2020 23:01 Uhr

Kapitän Marcel Sabitzer hat RB Leipzig inmitten der Coronavirus-Krise ein rauschendes Fußballfest beschert und den Bundesliga-Dritten zum größten internationalen Erfolg geführt.

Der Österreicher traf beim 3:0 (2:0)-Sieg im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Tottenham Hotspur doppelt und machte nach dem 1:0 im Hinspiel den erstmaligen Einzug der Sachsen ins Viertelfinale fast im Alleingang perfekt.

Sabitzer überragt als zweifacher Torschütze

Vor 42.146 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Red-Bull-Arena stellte Sabitzer (10. Minute/21.) am Dienstag (10.03.2020) schon frühzeitig die Weichen aufs Weiterkommen und sorgte dafür, dass sich RB in der nächsten Runde auf einen der ganz großen Klubs Europas freuen kann. Der 30 Sekunden zuvor für Sabitzer eingewechselte Emil Forsberg erhöhte auf 3:0 (87.).

"Eine große Leistung von uns, ein Abend für die Bücher. Wir haben über weite Strecken eine fast optimale Leistung gebracht", jubelte RB-Trainer Julian Nagelsmann nach dem Spiel. "Spurs"-Coach José Mourinho meinte: "Es ist klar, dass wir im Moment personelle Probleme haben. So hatten wir heute keine Chance gegen Leipzig."

Mit Fans im Stadion zum Erfolg

Im Gegensatz zu anderen Spielorten im Europapokal und auch in der Bundesliga durften in Leipzig die Fans trotz der Coronavirus-Epidemie noch ins Stadion.

Die Londoner begannen im Vergleich zum Hinspiel bissiger und setzten Leipzig mit frühem Pressing unter Druck. Die Gastgeber brauchten einige Zeit, um sich aus der Umklammerung zu befreien, hatten in Timo Werner aber einen unermüdlichen Antreiber. Der Nationalspieler legte für Sabitzer ab, und der Mittelfeldspieler ließ Gästekeeper Hugo Lloris mit seinem platzierten Flachschuss keine Chance.

Leipziger Tempo stellt Tottenham vor Rätsel

Spätestens nach dem frühen Führungstor war Leipzig auf Betriebstemperatur. Vor allem über die linke Seite machten die Hausherren viel Druck. Winter-Neuzugang Angelino ließ Tottenhams Serge Aurier mehrmals schlecht aussehen. Beim 2:0 verlängerte Sabitzer eine scharfe Flanke von Angelino vom kurzen Pfosten per Kopf ins Netz, Lloris sah erneut nicht souverän aus.

Mourinho stand wie versteinert in seiner Coaching-Zone, sein Konzept schien schon früh zu scheitern. Sein Team suchte zwar mit direktem Kurzpassspiel den Weg nach vorne, doch in der Offensive fehlte ohne die verletzten Stars Harry Kane und Heung-Min Son und dem kurzfristig ausgefallenen Steven Bergwijn die Durchschlagskraft.

Souverän in Hälfte zwei

Im zweiten Durchgang ließ sich Leipzig etwas mehr fallen, überließ den Gästen die Räume im Mittelfeld, die aber weiterhin zu wenig daraus machten und spätestens am gegnerischen Strafraum mit ihrem Latein am Ende waren. Die Hausherren lauerten weiter auf Konter und brachten die Partie ansonsten sicher über die Zeit.

Am Samstag geht es für RB mit einem Heimspiel ggen den SC Freiburg weiter. Tottenham hat einen Tag mehr Pause, bekommt dann am Sonntag Besuch von Manchester United.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 11. März 2020 um 01:04 Uhr.

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