Torschütze Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg im Zweikampf mit Bremens Maximilian Eggestein | Bildquelle: dpa

Fußball-Bundesliga Torfestival in Wolfsburg

Stand: 27.11.2020 22:23 Uhr

Weghorst jubelt nach seinem Treffer zum 4:3 | Bildquelle: imago/Eibner
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Weghorst jubelt nach seinem Treffer zum 4:3

Der VfL Wolfsburg gewinnt ein äußerst attraktives Bundesligaspiel gegen Werder Bremen und bleibt den Topklubs auf den Fersen. Wout Weghorst erzielte zwei Treffer.

Der Niederländer köpfte in der 76. Minute eine präzise Flanke von Jérôme Roussillon zum 4:3 ins Tor. Es war der entscheidende Treffer am Freitagabend (27.11.2020). Den 5:3 (3:2)-Endstand erzielte Bartosz Bialek in der letzten Sekunde der fünf Minuten langen Nachspielzeit nach einem Konter.

Zumindest vorübergehend reduzierte Wolfsburg seinen Rückstand auf Tabellenführer Bayern München auf zwei Punkte. Für die Bremer war es die erste Niederlage seit dem 1:4 zum Auftakt der Saison gegen Hertha BSC.

"Spiel, das Unentschieden verdient gehabt hätte"

"Es war ein wunderschöner Abend für mich und für uns alle. Es geht darum, die Spiele zu gewinnen. Das haben wir gemacht", sagte Matchwinner Weghorst bei "Dazn". Sein Mannschaftskollege Ridle Baku, ebenfalls Torschütze, ergänzte: "Wir sind einfach froh, dass wir den Deckel drauf gemacht haben. Ich habe einen Lauf und spiele frei auf."

Enttäuscht war dagegen der Bremer Maximilian Eggestein: "Wir haben uns zu schnell nach unseren eigenen Toren die Gegentore gefangen. Das darf nicht passieren. Es war ein Spiel, das ein Unentschieden verdient gehabt hätte."

Jeder Schuss ein Treffer

Jeder Schuss ein Treffer. Das galt tatsächlich für die erste Halbzeit. Allerdings mit der Einschränkung, dass es die Schüsse waren, die aufs Tor kamen. Ansonsten hätte der VfL Wolfsburg mit 7:2 geführt, so ging er nur mit einem 3:2 in die Pause.

Fünf Spiele der Bremer hintereinander endeten 1:1, zuletzt überraschte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt bei Bayern München.

Baku und Brooks drehen Rückstand

Am Freitag ging Werder durch Leonardo Bittencourt in Führung, der eine perfekte Hereingabe von Yuya Osako aus kurzer Distanz verwertete (13. Minute). Der Japaner hatte sich zuvor robust in einem Zweikampf gegen Maxence Lacroix durchgesetzt, dem der Treffer somit anzukreiden war.

Die Wolfsburger, die in der Vorwoche souverän mit 2:0 beim FC Schalke gewonnen hatten, glichen durch Baku aus (22.). Der Nationalspieler traf aus gut 16 Metern durch einen Linksschuss. Nur drei Minuten später ging der VfL dann in Führung. John Brooks köpfte eine gefühlvolle Flanke von Josip Brekalo ins Netz.

Möhwald trifft drei Minuten nach seiner Einwechslung

Kohfeldt, der kurzfristig auf den verletzten Josh Sargent verzichten musste, wechselte dann früh aus und lag damit goldrichtig. Kevin Möhwald, der für Jean Manuel Mbom gekommen war (32.), köpfte nach einem Eckstoß wunderbar per Bogenlampe ins Tor (35.).

Aber die Bremer jubelten nur kurz, weil sie nach einem weiten Pass erneut zu zögerlich in der Defensive agierten. Weghorst nutzte das nach Vorlage von Admir Mehmedi zu seinem fünften Saisontor aus (37.).

Erster Schuss nach der Pause ein Eigentor

Dass auch der erste Schuss nach der Pause ins Tor traf, ärgerte den Schützen maßlos. Es war Brooks, der seinen Fuß in eine Flanke hielt und per Eigentor für das 3:3 sorgte.

Danach durften dann auch die Torhüter mal etwas halten. Die Partie blieb offen, Werder hatte sogar Möglichkeiten zur erneuten Führung.

Gelb-Rot für Möhwald

Doch der entscheidende Treffer fiel für den VfL durch eine traumhafte Kombination von perfekter Flanke und Abschluss. Werder verlor nicht nur das Spiel, sondern auch noch Kevin Möhwald durch eine Gelb-Rote Karte (80.).

"Wölfe" jetzt in Köln

Die Wolfsburger spielen nun am Samstag (05.12.2020) beim 1. FC Köln, die Bremer am Nikolaustag gegen den VfB Stuttgart.

Quelle: sportschau.de

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