Spieler des VfB Stuttgart feiern ihren Sieg über Borussia Dortmund. | dpa

Fußball-Bundesliga Starke Stuttgarter demontieren Dortmund

Stand: 12.12.2020 19:19 Uhr

Ein bärenstarker VfB Stuttgart hat Borussia Dortmund den nächsten Nackenschlag in der Fußball-Bundesliga versetzt. Innerhalb von nur zehn Minuten entschied das junge Team des Aufsteigers die Partie in Dortmund mit drei Treffern für sich. Am Ende stand eine Demütigung für die Borussia.

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Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre unterlag den Schwaben nach einer indiskutablen Leistung verdient mit 1:5 (1:1) und verabschiedete sich zunächst aus dem Titelrennen.

VfB auswärts weiter ungeschlagen

Silas Wamangituka (26. Minute, Foulelfmeter und 53.), Philipp Förster (60.), Tanguy Coulibaly (63.) und Nicolas Gonzalez (90.+1) trafen am Samstag (12.12.2020) für den starken Aufsteiger, der auch im sechsten Auswärtsspiel in dieser Saison ungeschlagen blieb und erstmals seit 13 Jahren wieder in Dortmund gewann. Giovanni Reyna (39.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Für den BVB war es die dritte Heimpleite in Folge.

"Wie wir dann die Gegentore kassieren, wie wir insgesamt verteidigen, das darf so nicht sein", gab ein angefressener BVB-Kapitän Marco Reus in der Sportschau zu Protokoll. Sein Trainer Favre erklärte lakonisch: "Wir waren nicht gut und Stuttgart war gut."

Dortmund läuft nur hinterher

Selbst die Rückkehr der zuletzt angeschlagenen Defensivspieler Raphael Guerreiro, Manuel Akanji und Mateu Morey hatte keinen positiven Effekt auf die Spielkultur. Das im Vergleich zum Spiel bei Zenit St. Petersburg auf sechs Positionen veränderte Team blieb zum wiederholten Mal weit unter seinen spielerischen Möglichkeiten. Gegen die flinken Schwaben kamen die Gastgeber anfangs immer einen Schritt zu spät. Torhüter Roman Bürki musste bei einem Freistoß von Borna Sosa sein ganzes Können aufbieten (7.). Sechs Minuten später wäre wohl auch der Schweizer machtlos gewesen, doch der starke Coulibaly verfehlte knapp.

So viel Tempo wie die Gäste hatte der BVB nicht ansatzweise zu bieten. Wie schon in den vergangenen Spielen ohne Torjäger Erling Haaland mangelte es dem Aufbauspiel an Tiefe. Das spielte dem VfB in die Karten: Bei einem Konter der Schwaben verursachte Emre Can mit einem Foul an Mateo Klimowicz einen Elfmeter, den Wamangituka verwandelte.

BVB fällt völlig auseinander

Stuttgart blieb auch danach am Drücker, verpasste es in dieser Phase aber nachzulegen. Coulibaly setzte sich im Strafraum gegen drei Dortmunder durch und scheiterte an Bürki, den Nachschuss setzte Klimowicz freistehend drüber (30.). Acht Minuten später parierte Bürki gegen Klimowicz stark. Aus dem Nichts fiel der Dortmunder Ausgleich. Einen langen Pass von Guerreiro nahm Reyna technisch stark an und vollendete mit viel Gefühl. Das Unentschieden zur Halbzeit war für den BVB allerdings äußerst schmeichelhaft.

Kurz nach dem Wiederanpfiff belohnte sich der VfB ein weiteres Mal für den starken Auftritt. Das leichtsinnige Passspiel von Jude Bellingham und Guerreiro nutzte Orel Mangala und passte den Ball auf Wamangituka, der mit dem 2:1 das vierte Bundesligator für sein Team in Serie erzielte. Dieses 1:2 wirkte auf die Borussia wie ein K.o.-Schlag. Zwischen Försters 3:1 und Coulibalys 4:1 traf Klimowicz noch den Pfosten (62.). Gonzalez setzte den Schlusspunkt hinter die Demütigung des BVB.

Die Freude über den Sieg war auch VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nach der Partie vor dem Sportschau-Mikro anzumerken: "Wir treten als Einheit auf, deshalb sind wir aktuell auf einem guten Weg", erklärte Matarazzo die aktuelle Erfolgsserie.

Die Dortmunder müssen schon am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) im Rahmen der englischen Woche bei Werder Bremen antreten. Zeitgleich empfangen die Stuttgarter Union Berlin.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 12. Dezember 2020 um 17:51 Uhr.